• vom 03.07.2018, 16:52 Uhr

Pop/Rock/Jazz

Update: 04.07.2018, 08:15 Uhr

Konzertkritik

Jazz zum Mitklatschen




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Von Viktoria Klimpfinger

  • Norbert Schneider in der Staatsoper beim Jazz Fest Wien.

Vom Blues bis zum Radio-Hit: Norbert Schneider.

Vom Blues bis zum Radio-Hit: Norbert Schneider.© Rygalyk Vom Blues bis zum Radio-Hit: Norbert Schneider.© Rygalyk

Was zum Bebop ist eigentlich Jazz? Kenner schmeißen mit Impro-Skalen oder Blue Notes um sich. Skeptiker ärgern sich über die einlullende Musik im Fahrstuhl. Und Pop-Sternchen behaupten Jazz-Anklänge in ihren Songs, um sich interessanter zu machen. Einer, der die Genre-Vielfalt in Personalunion zelebriert, ist Norbert Schneider. Und das schon seit über 20 Jahren. Daher bat das Jazz Fest Wien am Montag zu einem Norbert-Schneider-Special in die bis auf ein paar Plätze gut gefüllte Wiener Staatsoper.

Wie es sich für ein Special gehört, ist von Schneiders frühen Blues-Songs über seine Radio-Hits bis zu den neueren Danzer-Adaptionen und Dialektsongs von allem ein bisschen etwas dabei. Neben dem Mainstream erinnert man den einen oder anderen Ö3-Hörer mit elaborierten Soli immer wieder daran, dass man hier ja eigentlich beim Jazz Fest ist. Und weil bei einer Rückschau auf 20 Jahre Musikkarriere auch der eine oder andere Wegbegleiter nicht fehlen darf, walzt Schneider gemeinsam mit Gerry Lülik an der Mundharmonika und Siggi Fassl an der Gitarre auch ein paar Blues-Standards wie Jimmy Reeds "Bright Lights, Big City" daher.

Information

Konzert
Norbert Schneider
Jazz Fest Wien, Staatsoper

Dazwischen erzählt der routinierte Musiker so ungekünstelt von seiner Karriere, dass man fast vergisst, wie ihm ein Assistent nach dem ersten Song seine Sonnenbrille abnehmen musste. Die Pointe zu einer seiner Anekdoten ist jedenfalls die deutsche Moderatorin Barbara Schöneberger, die auch glatt auf die Bühne kommt und mit Schneider ein Duett in fast authentischem Wiener Dialekt singt. Nach zwei weiteren Chanson-artigen Nummern von ihrem neuen Album holt sich Schneider seine Bühne aber wieder zurück.

Zweieinhalb Stunden später, mit Standing Ovations während der Zugabe, endet die Reise durch Schneiders Karriere. Zumindest für diesen Abend. Denn eins steht fest: Die Reise geht weiter. Oder um es mit Schneiders Worten auf der Bühne zu sagen: "I wü jedn Tog bessa werdn. Und so long des net aufhört, moch i hoit weita."





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Dokument erstellt am 2018-07-03 16:59:00
Letzte Änderung am 2018-07-04 08:15:23



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