• vom 20.10.2018, 10:00 Uhr

Pop/Rock/Jazz


Pop-CD

Minimalismus




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Von Andreas Rauschal

  • Lady Lynch aus Wien legen ihr selbstbetiteltes Debütalbum vor.



Dem Namen zum Trotz bekommt man es hier nicht mit der Nachfolgerin von Chrysta Bell als neueste Muse des US-Regisseurs David Lynch zu tun. Nein. Hinter Lady Lynch versteckt sich in Form eines Wiener Quartetts sogar eine ganze Band, die uns nun mit ihrem formenstreng minimalistischen Debütalbum erfreut.

Bereits der Auftakt klingt in bester Post-Punk-Tradition aus einer Zeit, in der die Berliner Mauer noch existierte, eiseskalt, doch nicht nur der Songtitel "Fundamental Friend Dependability" fordert menschliche Wärme ein: "Don’t you be / so cool / Show me / how you feel."

Information

Lady Lynch
Lady Lynch
(Cut Surface)

Release-Show am 13. Dezember im Venster99 in Wien. www.venster99.at

Das selbstbetitelte Album wurde live eingespielt und beschränkt sich ohne Overdubs und Post-Produktion auf Gitarre, Bass und Schlagzeug. Wir hören tolle zappendustere Zweiminüter zwischen ästhetischer Selbstbeschränkung und Repetition, zu denen es Theresa Adamski mit dunkel-beschwörendem Sprechgesang gerne auch hübsch nihilistisch anlegt: "Places and shapes / they disappear / Art and nature / they disappear / Humans and machines / they disappear." Mit besten Empfehlungen!





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-10-18 16:09:51
Letzte Änderung am 2018-10-19 15:18:54




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