• vom 11.11.2016, 07:30 Uhr

Recht


Beratung

Ideen gegen die Mutlosigkeit




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  • IT- und Beratertag am 17. November widmet sich der Innovationskraft des Landes.

Wien. (kats) "Wir wollen nicht jammern, sondern wir wollen bewusst machen, wie stark Europa ist", sagt Alfred Harl, Obmann des Fachverbands Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (Ubit) in der Wirtschaftskammer. Daher steht der 14. IT- und Beratertag, der kommenden Donnerstag in der Hofburg stattfindet, unter dem Motto "i-volution - Europas Jahrhundert".

Mit Vorträgen und in Workshops will der Fachverband sich der Frage annähern, wie Österreich und Europa wieder stärker zum Innovationstreiber werden können - ohne dabei allerdings das Silicon Valley zu kopieren. "Wenn wir das versuchen, können wir nur Zweiter werden, wir müssen unseren eigenen Weg finden", so Harl in einer Pressekonferenz im Vorfeld des Beratertags.


Er beklagte einerseits den Fachkräftemangel im Bereich IT: Es stünden permanent 3000 hochqualifizierte Arbeitsplätze frei. Andererseits zeigte er sich skeptisch, ob die Zugangsregelungen zum Beispiel an der Technischen Uni Wien tatsächlich dazu führen, diesen Bedarf zu decken. Von der Politik erwartet sich Harl Innovation und Umsetzungsstärke: "Es braucht eine Führungspersönlichkeit." Der Ubit-Obmann denkt da an die Digital Roadmap, deren Umsetzung er sich bis Jahresende wünscht. Und er wiederholte die Forderung nach einem Ministerium für Informationstechnologien. Als Beispiel für ein innovatives Start-up stellte Watchado-Co-Gründer Jubin Honarfar die Plattform vor: Ihm und seinen Mitgründern sei es um die Neugestaltung der Berufsorientierung gegangen.

Watchado als Beispiel
für Innovation

Mit vielen Anglizismen in den Job-Bezeichnungen kenne sich niemand mehr aus, Jugendliche würden vor lauter Möglichkeiten nicht mehr wissen, in welche Richtung eine Ausbildung Sinn macht. Also haben die Watchado-Gründer damit begonnen, Personen über ihren Job zu interviewen und die Videos online zu stellen. Innerhalb weniger Jahre wurde aus einer Videokamera und einem Schnittprogramm ein Unternehmen mit mehr als 60 Mitarbeitern, das in vier Ländern operiert und 2015 mehr als zwei Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet hat. Honarfar sieht einen Grund dafür, dass es in Österreich nur wenige solcher Erfolgsgeschichten gibt, darin, dass "bis in die Schulen hinein" eine sehr vorsichtige Philosophie herrsche. Ganz nach dem Motto: Lieber nicht versuchen - wenn ich es nicht schaffe, bin ich gescheitert.

Am Beratertag, zu dem sich auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Kulturminister Thomas Drozda angesagt haben, soll vor allem über Ideen beratschlagt werden, dieser Mutlosigkeit beizukommen.

Infos und Anmeldung unter: www.ubit.at




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Dokument erstellt am 2016-11-10 17:11:06


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