• vom 20.06.2018, 07:00 Uhr

Stadt & Land


Katastrophenfonds

Das Unwetter und seine Folgen




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Von Simon Rosner

  • Ohne den Katastrophenfonds wäre es für die Gemeinden kaum möglich, sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen.

Überschwemmungen nach dem jüngsten Unwetter in Niederösterreich.

Überschwemmungen nach dem jüngsten Unwetter in Niederösterreich.© APA/EINSATZDOKU.AT Überschwemmungen nach dem jüngsten Unwetter in Niederösterreich.© APA/EINSATZDOKU.AT

Wien. Wenn Wetterdienste Rekorde vermelden, sind das in der Regel keine guten Nachrichten. Das wärmste Jahr aller Zeiten, die meisten Hitzetage seit Beginn der Aufzeichnungen, die meisten Sturmereignisse innerhalb eines Jahres. Vergangene Woche gab es für die Meteorologen wieder einen Rekord zu vermelden: Noch nie waren in Puchberg am Schneeberg an einem Tag solch immense Regenmengen gemessen worden - 116 Millimeter binnen weniger Stunden. Das ist so viel wie sonst in einem Monat.

Der Bezirk Neunkirchen wurde an zwei Tagen hintereinander von schweren Unwettern heimgesucht, zahlreiche Häuser wurden überschwemmt, Straßen beschädigt. Dass die Schäden in die Millionen Euro gehen werden, ist anzunehmen, wobei es noch Wochen dauern wird, bis das ganze Ausmaß abgeschätzt werden kann.


Es war die Hochwasser-Katastrophe 2002, die beinahe ganz Mitteleuropa und eben auch Österreich betroffen hat, die zur Installierung des Projekts "Hochwasserrisikozonierung Austria", kurz Hora, geführt hat. Vier Jahre später wurde es der gesamten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, auf einer interaktiven Österreichkarte sind seither alle Risikozonen eingezeichnet.

Wer sich dort den Bezirk Neunkirchen ansieht, entdeckt zahlreiche Siedlungen, die inmitten gefährdeter Zonen liegen. Das ist auch ein Grund, weshalb die gesamte Region eine von 19 Modellregionen in Österreich ist, die gemeinsam lokale Anpassungsstrategien für den Klimawandel erarbeiten. Nur ein marginaler Temperaturanstieg kann gravierende Folgen für die hügelige Landschaft sowie den Wasserhaushalt haben. Bereits jetzt führen vermehrt Trockenperioden zu Problemen und Versorgungslücken.

Der Klimawandel begünstigt andererseits aber auch das Gegenteil, nämlich eine Häufung von Starkregenereignissen. Wie in der vergangenen Woche kann es in solchen Fällen zu Überschwemmungen sowie zu Vermurungen und eben erheblichen Schäden kommen.

Auch darauf wird in der Anpassungsstrategie Bezug genommen, etwa durch bestimmte Maßnahmen bei der Straßenentwässerungen sowie durch ein grenzübergreifendes Management bei Einsätzen. Der niederösterreichische Bezirk Neunkirchen grenzt an die Steiermark.

Finanziert werden die Projekte in den Modellregionen über den Klimafonds sowie über die beteiligten Gemeinden. Allerdings geht es in erster Linie darum, Strategien auszuarbeiten. Zu mehr reicht das Budget nicht. Wenn aufwendigere Baumaßnahmen notwendig sind, können aber andere Fördertöpfe angezapft sowie unter Umständen auch EU-Mittel verwendet werden.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-19 16:10:29
Letzte Änderung am 2018-06-19 21:52:33


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