• vom 16.10.2018, 15:31 Uhr

Stadt & Land

Update: 16.10.2018, 15:45 Uhr

1. Value Engineering Kovent

Bessere, sichere und nachhaltige Planung




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Von Gisela Gary

  • Ob internationaler Museums-, Bahn- oder Städtebau: "Value Engineering" bildet auch für kleine Gemeinden eine taugliche Konzeptionshilfe für hohe Qualität und mehr Kostenbewusstsein. Nun gibt es dazu in Wien einen Kongress.

Der Louvre in Abu Dhabi wurde mit Hilfe von "Value Engineering" geplant und errichtet. - © afp/Giuseppe Cacace

Der Louvre in Abu Dhabi wurde mit Hilfe von "Value Engineering" geplant und errichtet. © afp/Giuseppe Cacace

Wien. Value Engineering" (VE) beschreibt eine Methode, die vor allem im Bauwesen zu Verbesserungen des Planens und Bauens auf mehreren Ebenen führen kann. VE ist ein effizientes Instrument, das vor allem für Gemeinden einen spannenden Mehrwert ermöglicht. Denn gebaut wird genau nach Bedarf, zu einem guten Preis - und in einer überschaubaren Bauzeit.

Entschließt sich etwa eine Gemeinde, ein Freizeitzentrum zu errichten, wird in der Regel ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Jedes Bauwerk ist ein Unikat - jeder Bauherr hat seine Bedürfnisse und Ideen -, aber auch jeder Architekt sucht den besten Weg zur Erfüllung der Aufgabenstellung. Im Grunde wollen alle das gleiche - ein Bauwerk. Nur die Wege und die Motivationen sind höchst unterschiedlich. Der Bürgermeister, der von seinem Gemeinderat den Auftrag erhält, ein Freizeitzentrum zu bauen, ist zwar die oberste Bauinstanz in seinem Ort, aber häufig mit seiner Rolle als Bauherr überfordert. Zudem wird von verschiedenen Seiten auf ihn eingewirkt - und letztlich kostet ihn das Projekt vielleicht den Kopf, wenn die Baukosten überschritten werden. Selbst wenn er drei unterschiedliche Angebote erhält, die allesamt im Budgetrahmen liegen, kann er die Entwürfe und die Kosten vergleichen - Nutzen und Wirkung des Projekts werden selten hinterfragt. Mit Hilfe von Value Engineering erhält er eine Nutzen-Wirkungs-Analyse. Der Ingenieur oder Berater, der das Value Engineering übernimmt, fragt den Auftraggeber zuerst, warum er überhaupt ein Freizeitzentrum bauen will. Mit der Antwort auf diese Sinnfrage können meist erste Missverständnisse geklärt werden und es kann punktgenau für den Bedarf weiter an der Idee einer Gemeinschaftseinrichtung gearbeitet werden. Was soll dort alles passieren? Wer wird das Angebot nützen? Gibt es vielleicht Nachbargemeinden, die als Partner dazu geholt werden können?


Value Engineering erweitert die Möglichkeiten eines Bauvorhabens und reduziert in vielen Fällen gerade deshalb die Kosten. Das Endergebnis liefert schließlich mehrere Sichtweisen und Entscheidungsgrundlagen, die im Wesentlichen für die Ausschreibung des Wettbewerbs verwendet werden können. Ein im Vorfeld durchgeführtes VE hilft Zeit zu sparen - ein wichtiger Aspekt bei allen Bauvorhaben. Die Methode verbessert aber ebenso die Kommunikation zwischen Projektpartnern, die oft gegensätzliche Interessen verfolgen. Der Bürgermeister behält in der Rolle als Bauherr den Überblick.

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Dokument erstellt am 2018-10-16 15:42:49
Letzte Änderung am 2018-10-16 15:45:46


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