• vom 18.11.2013, 15:50 Uhr

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Update: 18.11.2013, 16:37 Uhr

Auszeichnung

Sozialmarie geht in zehnte Runde




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  • Bis 21. Jänner 2014 können Sozialprojekte für die Auszeichnung der Unruhe Privatstiftung eingereicht werden
  • Preisgeld von insgesamt 42.000 Euro für Projekte aus dem In- und Ausland.

Biomasse-Briketts stellen die 360 Einwohner des ungarischen Dorfes Told mit einfachen Mitteln her. Der Sozialmarie-Sieger des Vorjahres gilt als Vorzeigebeispiel für soziale Projekte.

Biomasse-Briketts stellen die 360 Einwohner des ungarischen Dorfes Told mit einfachen Mitteln her. Der Sozialmarie-Sieger des Vorjahres gilt als Vorzeigebeispiel für soziale Projekte.© Real Pearl Foundation Biomasse-Briketts stellen die 360 Einwohner des ungarischen Dorfes Told mit einfachen Mitteln her. Der Sozialmarie-Sieger des Vorjahres gilt als Vorzeigebeispiel für soziale Projekte.© Real Pearl Foundation

Wien. (sf) Ab sofort und bis 21. Jänner 2014 werden für die "Sozialmarie" soziale Projekte gesucht, die auf geänderte gesellschaftspolitische Bedingungen reagieren. Der Preis wird zum zehnten Mal von der Unruhe Privatstiftung vergeben. Die besten 15 Projekte werden mit der Sozialmarie und einem Preisgeld von insgesamt 42.000 Euro ausgezeichnet. Bisher wurden aus mehr als 2000 Einreichungen 135 Projekte mit 378.000 Euro ausgezeichnet.


Biomasse als Brennstoff
Teilnahmeberechtigt sind Projekte aus ganz Österreich, Ungarn und der Tschechischen Republik. Für die Slowakei, Polen, Kroatien, Slowenien und Deutschland dürfen Projekte nicht weiter als 300 Kilometer Luftlinie von Wien entfernt angesiedelt sein. Die Projekte können von kommerziellen Unternehmen, von zivilgesellschaftlichen Initiativen, Nichtregierungsorganisation (NGO), Non-Profit-Organisationen (NPO), Vereinen und aus der öffentlichen Verwaltung kommen. Vergeben wird der Preis von der Unruhe Privatstiftung, die von Wanda Moser-Heindl und ihrem Ehemann Fritz Moser ins Leben gerufen wurde.

Den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis erhielt im Vorjahr das ungarische Biomasse-Briketts-Projekt "Against Fuel Poverty with Biomass Briquettes". Mit einfachsten Hilfsmitteln werden dabei in Told, einem armen, kleinen ungarischen Dorf an der rumänischen Grenze, Briketts produziert. Dadurch können sich die Einwohner selbst mit dem biologischen Brennstoff versorgen.

Den zweiten Preis erhielt das tschechische Projekt "Night out", das von Studenten, Professoren und Obdachlosen in Ostrava (Ostrau) initiiert wurde und auf das Thema Obdachlosigkeit aufmerksam macht. Auf den dritten Platz wurde der städtische Gemeinschaftsgarten "Miracle Gardens" in Varazdin (Kroatien) gewählt, wo selbstorganisiert Pflanzen auf kommunalem Grund angebaut werden, um Widerstand gegen die industrialisierte Nahrungsmittelproduktion zu zeigen.

Drei Publikumspreise
Die Projekte können im Internet auf der Webseite der Sozialmarie eingereicht werden. Ende Februar 2014 werden die maximal 35 nominierten Projekte vorgestellt. Die Jury wählt anschließend die 15 Preisträger aus, die am 1. Mai ausgezeichnet werden. Außerdem wird der Sozialmarie Publikumspreis zum dritten Mal ausgeschrieben, den je ein Projekt aus Österreich, Ungarn und Tschechien erhält. Vom 27. Januar bis 17. Februar 2014 werden die Publikumssieger auf der Sozialmarie-Website ermittelt, die jeweils ein eigenes Video über ihr Projekt bekommen.

Den Ehrenschutz übernimmt in Österreich das Ehepaar Sima und Ahmad Porkar, in Ungarn die Direktorin des Kassák-Museums Edit Sasvári und in Tschechien der Ökonom Tomá Sedlácek. Sie werden eines der Siegerprojekte im darauffolgenden Jahr begleiten.

www.sozialmarie.org




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2013-11-18 15:54:04
Letzte Änderung am 2013-11-18 16:37:37


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