• vom 21.10.2011, 15:23 Uhr

Konsum & Gesellschaft

Update: 21.10.2011, 18:53 Uhr

Fernsehen

Die Zeit zum TV-Umrüsten drängt




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Von Sophia Freynschlag

  • In sechs Monaten wird das analoge Satelliten-Signal abgeschaltet - mindestens 300.000 Zuseher sind betroffen
  • Haushalte, Wohnanlagen und Hotels müssen auf Digital-Empfang umstellen.

Wer deutsche Sender noch über analogen Satelliten empfängt, muss umrüsten.

Wer deutsche Sender noch über analogen Satelliten empfängt, muss umrüsten.© Franz Pfluegl - Fotolia Wer deutsche Sender noch über analogen Satelliten empfängt, muss umrüsten.© Franz Pfluegl - Fotolia

Wien. Viel Zeit bleibt nicht mehr: Am 30. April 2012 werden die analogen Fernseh-Programme in Österreich endgültig eingestellt - das heißt, die Sender werden nur mehr digital übertragen. In jenen österreichischen Haushalten, die bis dahin nicht umgerüstet haben, könnte dann der Fernseh-Bildschirm schwarz bleiben, wenn sie deutsche TV-Programme schauen wollen. Österreichische Programme werden bereits nur mehr digital ausgestrahlt.


Wer sich nicht sicher ist, ob er analoges Satelliten-Fernsehen empfängt, ruft die Seite 198 im Teletext der Sender ARD, ProSieben, RTL, SAT.1, ZDF oder BR auf. Erscheint auf dieser Seite ein Hinweis, dass die analoge Satellitenübertragung abgeschaltet wird, ist der Haushalt betroffen. Den Hinweis sehen nämlich nur Nutzer von analogen Satelliten.

Privathaushalte können auf digitale Satelliten-Empfangsgeräte umsteigen. Ein Receiver kostet ab rund 100 Euro, moderne Fernseher haben häufig bereits digitalen Empfang integriert. Weitere Alternativen sind Kabel-Fernsehen oder IP-TV (siehe Kasten) sowie digitales Antennenfernsehen (DVB-T), mit dem jedoch lediglich die österreichischen öffentlichen und Privatsender empfangen werden können, aber keine deutschen Programme. Wer sich ein neues Gerät anschafft, sollte außerdem darauf achten, dass es HD-TV unterstützt, um hochauflösendes Fernsehen nutzen zu können, sagt Andreas Kunigk, Pressesprecher der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR). Auf der Satellitenschüssel muss außerdem der Signalumsetzer (LNB) digitaltauglich sein.

Betroffen von der Abschaltung sind jene rund 57.000 Privathaushalte, die Ende September laut Arbeitsgemeinschaft Teletest (AGTT) noch das analoge Signal des Astra-Satelliten empfangen haben. Dazu kommen laut Schätzungen der RTR noch mindestens 100.000 Zuseher, die in Wohnhausanlagen über eine analoge Gemeinschaftsanlage fernsehen. Daneben sind viele Hotels, Krankenhäuser und Altenheime betroffen - und genau hier steckt das größte Problem. "Wenn die Hausverwaltungen nicht rechtzeitig umrüsten, ist nicht auszuschließen, dass der Bildschirm ab Mai schwarz bleibt, wenn die Seher deutsche Sender anschauen wollen", warnt Manfred Müllner vom Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).

Die Hausverwaltungen unterschätzen die Vorlaufzeiten für die Umstellung; einige würden die Investition auf das nächste Jahr aufschieben wollen, heißt es aus der Branche. Um die Kopfstellen in Wohnhausanlagen auf digitale Empfangstechnik umzurüsten, werden Kommunikationselektroniker benötigt. Bestellen alle auf den letzten Drücker, könnten die Kapazitäten der Kommunikationselektroniker ausgeschöpft und die benötigten Geräte nicht vorhanden sein, warnt Müllner.

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Dokument erstellt am 2011-10-21 15:29:12
Letzte Änderung am 2011-10-21 18:53:45


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