• vom 09.04.2014, 17:32 Uhr

Konsum & Gesellschaft


Buch

Reich werden auf die gute Art




  • Artikel
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Der Altabt von Heiligenkreuz gibt in einem Buch Vermögenstipps.

Ratschläge zum Thema Reichtum gibt ein neues Buch.

Ratschläge zum Thema Reichtum gibt ein neues Buch.© edition a Ratschläge zum Thema Reichtum gibt ein neues Buch.© edition a

Wien. "Cash mit Gott" - so hätte das Buch des Heiligenkreuzer Altabts Gregor Henckel-Donnersmarck ursprünglich heißen sollen. Mit dem schließlich gewählten Titel "Reich werden auf die gute Art" sei er aber glücklicher, so der ehemalige Manager. Nach einer CD mit Gregorianischen Chorälen gibt es nun also auch Vermögenstipps des Geistlichen.


Zwölf grundlegende Ratschläge zum Thema Reichtum finden sich in zwölf Kapiteln zusammengefasst. "Reich sein ist keine Sünde" heißt es zu Beginn. Er wolle den Menschen "Mut machen, gut zu wirtschaften". Es sei in der heutigen Gesellschaft verankert, Profit anzustreben. Man müsse sich dabei jedoch an Bedingungen halten und dürfe die Moral nicht vergessen, warnte der 71-Jährige.

"Vermögen" sei nichts Schlechtes. Das Wort kleingeschrieben bedeute: "Ich vermag etwas zu tun." Wenn jemand einen gewissen Reichtum angehäuft habe, dann dürfe er sich daher auch mal etwas gönnen. Als Manager solle man allerdings auch wieder etwas in sein Unternehmen reinvestieren und an die Mitarbeiter zurückgeben. Außerdem sollten wohlhabende Menschen verstärkt karitative Werke unterstützen. "Eigentum verpflichtet", mahnte er. Er habe kein eigenes Einkommen, sondern nur ein kleines Handgeld vom Kloster: "Den ersten Bettler, den ich am Tag sehe, dem gebe ich einen Euro." Seine Einnahmen aus dem Buch würden für den Hochschulausbau in Heiligenkreuz gestiftet.

"Wer arbeitet, fleißig ist und die Welt durch seine Arbeit sinnvoll gestaltet, der darf dabei auf Gottes Segen hoffen. Wem diese Arbeit Wohlstand, vielleicht sogar echten Reichtum einträgt, der muss keineswegs fürchten, sich damit allein schon versündigt zu haben", so Henckel-Donnersmarck. "Workaholismus" auf dem Weg zu Reichtum lehnt der Altabt ab. Das sei eine Sünde, sagte er bei der Buchvorstellung. Er sei als Manager bei einem Logistikunternehmen kurz davor gewesen, als Workaholic zu enden. Vielleicht sei das ein Mitgrund dafür, warum er 1977 in das Stift Heiligenkreuz eingetreten ist.

"Seid kommunikativ und handelt sozial kompetent", lautet ein weiteres Kapitel des Ratgebers. Das habe der umstrittene deutsche Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst nicht befolgt, so Henckel-Donnersmarck. Beim neuen Bischofssitz in Limburg seien die Kosten explodiert, das sei aber nicht das Schlimme: Die Abberufung von Tebartz-van Elst sei die Folge dessen, dass er diese Kostenexplosion nicht richtig nach außen kommuniziert habe.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2014-04-09 17:35:09


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Fachliteratur zu Wirtschaftsrecht

Werbung






Werbung