Martin Hairer war auf Einladung der Akademie der Wissenschaften und des IST Austria in Wien. - © apa/U. of WarwickInterview

Mathematik

"Künstliche Intelligenz, ein komisches Ding"7

  • In der Schule lernen Kinder nur Rezepte für Mathematik, aber nicht, wie sie funktioniert, sagt Martin Hairer, der mit der Fields-Medaille den "Nobelpreis" für Mathematik erhielt. Angst vor künstlicher Intelligenz hat er nicht.

"Wiener Zeitung": Die mathematische Forschung bewegt sich zumeist auf einem so hohen Abstraktionsniveau, dass sie sich Nicht-Experten weder in Tragweite noch Inhalt erschließen. Im Fall Ihrer Studien scheint das anders zu sein. Eine mathematische Formel, wie viele kleine Entscheidungen letztlich in einer massiven Veränderung münden... weiter




Auszeichnung

Oxford-Ehrendoktorat und Leibniz-Medaille für Helga Nowotny1

  • Gute Chancen auch für neue ERC-Präsidentin

Wien. Die österreichische Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny (80) erhält am Mittwoch (20. Juni) ein Ehrendoktorat der Universität Oxford. Zudem wird sie am 30. Juni mit der Leibniz-Medaille der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet, teilte der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT)... weiter




Freiwillige des Roten Kreuzes setzen im Jahr 1918 Maßnahmen gegen die Spanische Grippe. - © Getty/Apic

Pandemische Gefahr

Die unbekannte Seuche X18

  • Wissenschaftshistorikerin Laura Spinney warnt vor einer neuen Pandemie, die Millionen Menschenleben fordern könnte.

"Wiener Zeitung": In Ihrem Buch "Die Welt im Fieber" berichten Sie über die Spanische Grippe 1918-1920 als vielleicht größte menschliche Katastrophe der Geschichte. Die Pandemie infizierte 500 Millionen und tötete 50 bis 100 Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Warum verbreitete sich das Virus so schnell und flächendeckend... weiter




Minister Faßmann zu Österreichs Ratspräsidentschaft: "Ich erwarte mir einen gewissen Budget-Diskurs." - © apa

Horizon Europe

Mit "Ehrgeiz" zur Forschungsspitze

  • Minister Heinz Faßmann will mehr Geld für europäische Forschung, die "den Wohlstand schützt".

Wien. (est) Zuerst der Inhalt, dann das Geld: In dieser Reihenfolge will Wissenschaftsminister Heinz Faßmann die Verhandlungen zum neuen EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation führen. Während Österreichs Ratspräsidentschaft ab 1. Juli wolle er dem Programm "ehrgeizig zum Erfolg verhelfen", sagte Faßmann am Donnerstag vor Journalisten... weiter




Die Analyse zeigt, dass die Antarktis vor 2012 jährlich rund 76 Milliarden Tonnen Eis verloren hat. - © APAweb, ap, Andrew Shepherd, University of Leeds

Klimatologie

Das Eis der Antarktis schmilzt immer schneller14

  • Der Klimawandel hinterlässt Spuren: Die Masseverlust hat sich seit 2012 fast verdreifacht.

Innsbruck/Leeds. Die Antarktis hat zwischen 1992 und 2017 rund drei Billionen Tonnen Eis verloren, das Abschmelzen hat sich seit 2012 deutlich beschleunigt. Der Meeresspiegel ist dadurch um 7,6 Millimeter angestiegen, drei Millimeter davon alleine in den letzten fünf Jahren. Das berichtet ein internationales Forscherteam... weiter




Gründungsvater der Computertopologie, Pionierin der Ethnomusikologie: Edelsbrunner, Hemetek.

Wittgenstein- und Start-Preise 2018

Austro-Nobelpreise für Pionierleistungen1

  • Musikwissenschafterin Ursula Hemetek und Mathematiker Herbert Edelsbrunner sind Wittgenstein-Preisträger 2018.

Wien. (est) Die Ethnomusikologin Ursula Hemetek und der Informatiker Herbert Edelsbrunner erhalten die Wittgenstein-Preise 2018. Diesen Vorschlag seiner Jury gab der Wissenschaftsfonds FWF am Mittwoch bekannt. Die Auszeichnung gilt als "Nobelpreis" Österreichs. Mit je 1,4 Millionen Euro ist sie die höchstdotierte und prestigeträchtigste heimische... weiter




Der österreichische Biologe, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Franz M. Wuketits (1955–2018).

Nachruf

In memoriam Franz M. Wuketits22

Ein guter Redner weiß, dass er um seine Zuhörer werben muss. "Es ist Sonntagnachmittag", sagt er, "da hätten Sie vielleicht auch Besseres zu tun als mir zuzuhören, ich werde mir also Mühe geben, Sie nicht zu langweilen." Allerdings muss dieses Versprechen auch eingehalten werden. Deshalb spricht der gute Redner frei, temperamentvoll und gestenreich... weiter




Jan und Aleida Assmann bei Vorträgen in Wien. - © Montage: WZ, M. Ziegler / APA, Schlager

Auszeichnung

Gegen das Vergessen4

  • Aleida und Jan Assmann erhalten den Friedenspreis für ihre Forschungen zur Erinnerungskultur.

Frankfurt am Main. Die Ägyptologie wird gerne als "Orchideenfach" belächelt. Doch Aleida und Jan Assmann haben Leben und Totenkult der alten Ägypter studiert - und für die heutige Welt fruchtbar gemacht. Die Hochkultur am Nil schuf einst monumentale Denkmäler gegen das Vergessenwerden. Das 71 und 79 Jahre alte Ehepaar Assmann hat das Thema... weiter




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