• vom 31.07.2008, 17:40 Uhr

Forschung


Blatt und Zeilinger erhalten ERC Advanced Grant

Hochdotiertes Forschungsbudget für Quantenphysik




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  • Europäische Auszeichnung für Österreicher.
  • Quantencomputer und Mikrooptik.
  • Wien/Innsbruck. Was der Wittgenstein-Preis in Österreich, ist der Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats: ein hochdotiertes Forschungsbudget für herausragende, grundlagenorientierte Pionierarbeiten von Spitzenwissenschaftern.

Forscher Blatt (l.) und Zeilinger. Foto: oeaw/uniwien/godany

Forscher Blatt (l.) und Zeilinger. Foto: oeaw/uniwien/godany

Forscher Blatt (l.) und Zeilinger. Foto: oeaw/uniwien/godany

Forscher Blatt (l.) und Zeilinger. Foto: oeaw/uniwien/godany Forscher Blatt (l.) und Zeilinger. Foto: oeaw/uniwien/godany

Die österreichischen Quantenphysiker Rainer Blatt und Anton Zeilinger vom Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erhalten nun diese Förderung. Blatt für seine Ideen zum Bau eines zukünftigen Quantencomputers mit gekühlten, miniaturisierten Ionenfallen.


In elektromagnetischen Fallen gefangene Ionen sind ein vielversprechender Weg, um einen Quantencomputer zu bauen. Dazu müssen jedoch viele Ionen gleichzeitig kontrolliert werden. Hier hat Blatt mit seinem Team in Innsbruck bereits vor zwei Jahren einen neuen Rekord aufgestellt. Erstmals konnten acht Ionen vollständig kontrolliert und miteinander verschränkt werden. Damit wurde das erste Quantenbyte realisiert.

Um die Zahl der Ionen weiter zu steigern, sollen die Ionenfallen künftig auf winzige Halbleiterchips gebaut und auf sehr tiefe Temperaturen gekühlt werden. Zur Umsetzung stehen Blatt und seinem Team in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich rund 2,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Zeilinger wiederum plant die Entwicklung einer innovativen Mikrooptik-Technologie, um neuartige Experimente zur Erforschung fundamentaler Tests der Quantenmechanik und technologischer Möglichkeiten der Quanteninformation durchzuführen. Im Zentrum steht die Suche nach der Erkenntnis, wie die Welt funktioniert. Zeilinger sieht das größte Potenzial der geplanten Arbeiten jedoch nicht in der Beantwortung vorhandener, sondern in der Entstehung neuer Fragen.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2008-07-31 17:40:16
Letzte Änderung am 2008-07-31 17:40:00

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