• vom 16.04.2018, 17:26 Uhr

Forschung

Update: 16.04.2018, 21:16 Uhr

Astronomie

Weltraumteleskop Tess beginnt die Suche nach Planeten




  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Eine SpaceX-Rakete schießt Tess ins All. - © APAweb, ap, SpaceX

    Eine SpaceX-Rakete schießt Tess ins All. © APAweb, ap, SpaceX

    Wien. Auf der Suche nach Planeten in nahen Sonnensystemen wird das Weltraumteleskop Kepler, dem in wenigen Monaten der Treibstoff ausgehen wird, vom neuen Weltraumteleskop Tess (Transit Exoplanet Survey Satellite) abgelöst. Tess sollte in der Nacht auf Dienstag vom Weltraumflughafen Cape Canaveral in Florida mit einer Falcon-9-Trägerrakete ins All befördert werden. Im wissenschaftlichen Team der Mission ist auch die Österreicherin Lisa Kaltenegger. Ihre Aufgabe ist es, neu entdeckte Planeten darauf zu untersuchen, ob sie bewohnbar sein könnten.

    "Kepler hat eine faszinierende Vielfalt von Exoplaneten entdeckt, aber nur 0,25 Prozent des Himmels abgesucht", so Kaltenegger, die an der Cornell University in Ithaca, New York, forscht. Sie sind im Schnitt 1000 Lichtjahre von der Erde entfernt und ihre Sterne sind außerdem zu lichtschwach, als dass man etwas über ihre Atmosphären erfahren kann. "Tess kümmert sich darum nur um die 200.000 hellsten Sterne in der kosmischen Nachbarschaft der Erde, sucht bis zu einer Entfernung von 300 Lichtjahren", so die Forscherin. Zudem beobachtet das neue Weltraumteleskop den Großteil des Himmels (85 Prozent).


    Zwei Jahre unterwegs
    Die Wissenschafter erwarten, dass Tess etwa 20.000 bisher unbekannte Planeten in der ganzen Bandbreite von kleinen Felswelten wie die Erde bis zu Gasriesen wie etwa Jupiter entdecken wird. Ungefähr 50 davon sollten in etwa erdgroß sein, weitere 500 maximal doppelt so groß wie die Erde. Das Teleskop soll mindestens zwei Jahre auf Beobachtungsreise um die Erde sein. Es umkreist unseren Planeten mit der doppelten Frequenz des Mondzyklus in einer exzentrischen Bahn. Dadurch kommt es alle zwei Wochen der Erde sehr nahe und kann dann seine Daten gut heimschicken. Die Mission kostet umgerechnet rund 160 Millionen Euro.




    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-04-16 17:30:15
    Letzte Änderung am 2018-04-16 21:16:16



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Warum Chips eine "Fressfalle" sind
    2. Original versus Kopie
    3. Die geschenkte Stadt
    4. Troll dich!
    5. Künstlicher Leberfleck als Frühwarnsystem
    Meistkommentiert
    1. Ewiges Leben bleibt ein Hirngespinst
    2. Im Prater blühen wieder die Bäume
    3. Zu viele Schmerzmittel verunreinigen Gewässer
    4. Israel entstand in Österreich
    5. Halbes Kilo Nahrung pro Person täglich im Müll

    Werbung





    Werbung


    Werbung