• vom 10.07.2018, 10:31 Uhr

Forschung

Update: 10.07.2018, 10:34 Uhr

Auszeichnung

Innsbrucker Experimentalphysiker erhält Faddeev-Medaille




  • Artikel
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Rudolf Grimm teilt sich erstmals vergebene Auszeichnung mit dem russischen Physiker Vitali Efimov .

Dem am Institut für Experimentalphysik der Uni Innsbruck und am Institutfür Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) tätigen Grimm gelang in Innsbruck im Jahr 2006 die experimentelle Bestätigung des von Efimov (80) vorhergesagten Effektes, heißt es am Dienstag in einer Aussendung des IQOQI.

Dem am Institut für Experimentalphysik der Uni Innsbruck und am Institutfür Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) tätigen Grimm gelang in Innsbruck im Jahr 2006 die experimentelle Bestätigung des von Efimov (80) vorhergesagten Effektes, heißt es am Dienstag in einer Aussendung des IQOQI.© IQOQI Dem am Institut für Experimentalphysik der Uni Innsbruck und am Institutfür Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) tätigen Grimm gelang in Innsbruck im Jahr 2006 die experimentelle Bestätigung des von Efimov (80) vorhergesagten Effektes, heißt es am Dienstag in einer Aussendung des IQOQI.© IQOQI

Innsbruck. Für die theoretische Vorhersage des nach ihm benannten "Efimov-Effekts" und seinen erstmaligen experimentellen Nachweis erhalten dessen Namenspatron Vitali Efimov und der Tiroler Quantenphysiker Rudolf Grimm die Faddeev-Medaille. Die nach dem im vergangenen Jahr verstorbenen Physiker Ludvig Faddeev benannte Auszeichnung wird am Mittwoch (11. Juli) erstmals vergeben.

Dem am Institut für Experimentalphysik der Uni Innsbruck und am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) tätigen Grimm gelang in Innsbruck im Jahr 2006 die experimentelle Bestätigung des von Efimov (80) vorhergesagten Effektes, heißt es am Dienstag in einer Aussendung des IQOQI. Letzterer hat 1970 theoretisch gezeigt, dass ein aus drei Bosonen (eine bestimmte Teilchenart, Anm.) bestehendes quantenmechanisches System unendlich viele gebundene Zustände bilden kann, auch wenn jeweils zwei davon zusammen dies nicht können. Diese sogenannte Dreiteilchenbildung nach Efimov konnte das Team um den 56-jährigen Innsbrucker Experimentalphysiker dann mit ultrakalten Cäsium-Atomen nachweisen und berichtete darüber im Fachblatt "Nature".

In den folgenden Jahren entwickelte sich aus der Entdeckung ein neues Arbeitsfeld, heißt es. "Die Existenz des Efimov-Effekts hat unsere Sichtweise verändert, wie sich das Verhalten von komplexen Vielteilchensystemen aus elementaren paarweisen Wechselwirkungen ergibt", so Grimm.

Die im Rahmen der 22. Internationalen Tagung für Mehrteilchenprobleme in der Physik in Caen (Frankreich) vergebene Auszeichnung ist jeweils mit 1.250 Dollar dotiert und wird zukünftig alle drei Jahre vergeben.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-10 10:33:27
Letzte Änderung am 2018-07-10 10:34:36


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Kennedys sorgsam gepflegter Mythos
  2. Besser dicker, als Raucher
  3. Die Waffenkammer leert sich
  4. Weiden meiden, Eiben suchen?
  5. Tod durch Selfies
Meistkommentiert
  1. Update für das Kilogramm
  2. Die Waffenkammer leert sich
  3. Tod durch Selfies
  4. Blindenschrift für die Jackentasche
  5. Kooperation eine Frage der Stimmigkeit

Werbung





Werbung