• vom 03.08.2018, 12:16 Uhr

Forschung

Update: 14.08.2018, 12:50 Uhr

Kongress

Europäisches Forum Alpbach widmet sich "Diversität und Resilienz"




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Von WZ Online, APA

  • Beim diesjährigen Kongress werden mehr als 800 Sprecher aus rund 100 Ländern und etwa 5.000 Teilnehmer erwartet.

"Diversität" und "Resilienz" seien sperrige Begriffe, sagte Forums-Präsident Franz Fischler im Frühjahr bei der Präsentation des diesjährigen Programmes. Es gehe jedoch darum, dass es für die Zukunft der Gesellschaften und global entscheidend sei, "widerstandsfähige gesellschaftliche Systeme" zu haben und gegen "Fragilität" vorzugehen, die destabilisierend wirke.

"Diversität" und "Resilienz" seien sperrige Begriffe, sagte Forums-Präsident Franz Fischler im Frühjahr bei der Präsentation des diesjährigen Programmes. Es gehe jedoch darum, dass es für die Zukunft der Gesellschaften und global entscheidend sei, "widerstandsfähige gesellschaftliche Systeme" zu haben und gegen "Fragilität" vorzugehen, die destabilisierend wirke.© APA/EXPA/Johann Groder "Diversität" und "Resilienz" seien sperrige Begriffe, sagte Forums-Präsident Franz Fischler im Frühjahr bei der Präsentation des diesjährigen Programmes. Es gehe jedoch darum, dass es für die Zukunft der Gesellschaften und global entscheidend sei, "widerstandsfähige gesellschaftliche Systeme" zu haben und gegen "Fragilität" vorzugehen, die destabilisierend wirke.© APA/EXPA/Johann Groder

Alpbach. Das Generalthema "Diversität und Resilienz" steht heuer im Fokus des Europäischen Forums Alpbach, das am 15. August beginnt. Den Auftakt des bis Ende des Monats dauernden Kongresses, zu dem zahlreiche Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft erwartet werden, bildet wie immer die Seminarwoche. Die Feierliche Eröffnung des Forums folgt am 19. August.

"Diversität" und "Resilienz" seien sperrige Begriffe, sagte Forums-Präsident Franz Fischler im Frühjahr bei der Präsentation des diesjährigen Programmes. Es gehe jedoch darum, dass es für die Zukunft der Gesellschaften und global entscheidend sei, "widerstandsfähige gesellschaftliche Systeme" zu haben und gegen "Fragilität" vorzugehen, die destabilisierend wirke. "Diversität ist eine der zentralen Möglichkeiten, wie man diese Resilienz stärken kann, das ist eigentlich unser Anliegen", unterstrich der ehemalige EU-Kommissar.

Konkret gehe es darum, "dass wir imstande sind, Wandel und Umbrüche besser steuern zu können - das bezieht sich auf die Wirtschaft, das bezieht sich auf die Politik, das bezieht sich auf die Gesellschaft als Ganzes, aber auch auf die Wissenschaft, dass wir uns klarer werden, wie wir uns auf die Zukunft vorbereiten sollen".

800 Sprecher und 5.000 Teilnehmer

Erwartet werden mehr als 800 Sprecher aus rund 100 Ländern und etwa 5.000 Teilnehmer, wobei Fischler auch betonte, dass man nicht weiter wachsen wolle: "Wir haben nicht vor, das Forum ständig zu vergrößern, was die Zahlen betrifft." Insgesamt seien etwa 200 Veranstaltungen geplant. Eröffnungsredner des Forums, das heuer von 15. bis 31. August stattfindet, ist zum Start der Seminarwoche US-Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz.

Umfangreicher denn je soll in diesem Jahr das Kunst- und Kulturprogramm ausfallen. Neu ist, dass es vor dem Beginn der Technologiegespräche am 22. August einen Tag der "Begegnungen" geben wird. Dabei werde der Regisseur und designierte Burgtheaterdirektor Martin Kusej als "Gastgeber" fungieren und unter anderen mit dem Schriftsteller Ayad Akhtar, dem Perkussionisten Martin Grubinger und der Schauspielerin Amira Casar über den Stellenwert von Kunst in der modernen europäischen Gesellschaft diskutieren. Es werde bewusst versucht, "einen Tag der Nachdenklichkeit" und eine "reflektive Atmosphäre" zu erzeugen, sagte Fischler dazu. "Wir sind schon sehr gespannt, wie das angenommen werden wird."

Hochrangige Politiker

Auch heuer werden wieder hochrangige internationale Politiker in Alpbach erwartet, unter anderen die Präsidenten von Slowenien, Serbien und dem Kosovo - Borut Pahor, Aleksandar Vucic und Hashim Thaci. Aus Österreich sind Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und fast alle Minister angekündigt. Auch die EU-Kommissare Günther Oettinger und Johannes Hahn sollen beim Forum, das in die Zeit der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft fällt, das Wort ergreifen.

Der mehr als zweiwöchige Kongress, der bereits seit 1945 stattfindet, beginnt übernächste Woche mit der wissenschaftlichen Seminarwoche, gefolgt von ein- bis viertägigen Symposien zu den Themen Gesundheit, Technologie, Politik, Recht, Wirtschaft und Finanzmarkt. Die Tiroltage finden in diesem Jahr von 17. bis 19. August statt. Die Diskussionen aus dem Congress Centrum Alpbach sollen auch via Live-Stream übertragen werden.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-03 12:17:25
Letzte Änderung am 2018-08-14 12:50:47


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