• vom 12.10.2018, 12:38 Uhr

Forschung

Update: 12.10.2018, 12:45 Uhr

Raumfahrt

Erfolgreicher Asteroidenbesuch überraschte Weltraumforscher




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Von WZ Online, APA, AFP

  • DLR jubelt über Erfolg des auf Ryugu gelandeten Moduls "Mascot".

Die japanische Sonde "Hayabusa 2", die "Mascot" über Ryugu abgeworfen hatte, soll selbst auf dem Asteroiden landen und im Jahr 2020 Proben zurück zur Erde bringen.

Die japanische Sonde "Hayabusa 2", die "Mascot" über Ryugu abgeworfen hatte, soll selbst auf dem Asteroiden landen und im Jahr 2020 Proben zurück zur Erde bringen.© APAweb/AP/JAXA Die japanische Sonde "Hayabusa 2", die "Mascot" über Ryugu abgeworfen hatte, soll selbst auf dem Asteroiden landen und im Jahr 2020 Proben zurück zur Erde bringen.© APAweb/AP/JAXA

Berlin. Neun Tage nach der Landung des deutsch-französischen Weltraummoduls "Mascot" auf dem 300 Millionen Kilometer entfernten Asteroiden Ryugu wertet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Mission als Erfolg. "Mascot" habe "alle Erwartungen übertroffen", sagte die DLR-Vorstandsvorsitzende Pascale Ehrenfreund am Freitag in Berlin.

Die Messdaten überraschten die Wissenschafter: Der Asteroid besteht aus deutlich härterem und gröberem Material als erwartet. "Dieses Material gibt uns einiges an Rätseln auf", sagte DLR-Planetenforscher Ralf Jaumann. Die Konsistenz des schwarzen Gesteins, das aus den ersten hundert Millionen Jahren unseres Sonnensystems stammt, ist ersten Datenauswertungen zufolge mit Braunkohle zu vergleichen. Erwartet worden war der Härtegrad von Zigarettenasche.

Die japanische Sonde "Hayabusa 2", die "Mascot" über Ryugu abgeworfen hatte, soll selbst auf dem Asteroiden landen und im Jahr 2020 Proben zurück zur Erde bringen. Die von "Mascot" gewonnenen Daten machen die geplante Landung nicht einfacher. "Das wird unseren japanischen Kollegen viel zum Nachdenken geben", sagte Jaumann.

Der nur 30 mal 30 mal 20 Zentimeter große "Mascot"-Lander war am 3. Oktober aus 51 Metern Höhe über dem 900 Meter großen Asteroiden abgeworfen worden. Mithilfe eines neuartigen Schwungarms konnte sich das Modul auf dem Asteroiden hüpfend fortbewegen. Die Messdaten zeigen bis zu einen Meter hohe Sprünge.

Die Wissenschafter erhoffen sich von der deutsch-französisch-japanischen Mission neue Erkenntnisse über die Entstehung unsere Sonnensystems sowie über die Möglichkeit, einen Asteroiden abzuwehren, sollte eine Kollision mit der Erde drohen.





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Dokument erstellt am 2018-10-12 12:41:30
Letzte Änderung am 2018-10-12 12:45:51


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