• vom 06.12.2018, 13:17 Uhr

Geschichte

Update: 06.12.2018, 13:20 Uhr

Archäologie

Neues aus dem Ephesos Museum




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Von WZ Online, APA

  • In dieser Woche wird die Schau um eine Preview auf "Heroon von Trysa"-Fries erweitert.

Die Vision, das Monument in seiner Gesamtheit öffentlich zugänglich zu zeigen, begleitet das Relief nämlich, seit es im Jahr 1882 von der heutigen Südwesttürkei vollständig nach Wien gekommen ist. Nun könnte es2021 soweit sein.

Die Vision, das Monument in seiner Gesamtheit öffentlich zugänglich zu zeigen, begleitet das Relief nämlich, seit es im Jahr 1882 von der heutigen Südwesttürkei vollständig nach Wien gekommen ist. Nun könnte es2021 soweit sein.© APAweb, Robert Jäger Die Vision, das Monument in seiner Gesamtheit öffentlich zugänglich zu zeigen, begleitet das Relief nämlich, seit es im Jahr 1882 von der heutigen Südwesttürkei vollständig nach Wien gekommen ist. Nun könnte es2021 soweit sein.© APAweb, Robert Jäger

Wien. Das Ephesos Museum öffnet ab Samstag (8.12.) einen neuen Ausstellungsteil im ersten Obergeschoß der Neuen Burg am Heldenplatz. Die durch die Etablierung des Hauses der Geschichte Österreich (hdgö), mit dem man sich den Zugang teilt, nötige Schließzeit von etwa einem Jahr wurde genutzt: So zeigt man nun etwa einige neue Statuen und eine Vorschau auf den imposanten Fries des "Heroon von Trysa".

Das Ephesos Museum, dessen Grundlage die seit 1895 durchgeführten österreichischen Grabungen in der einstigen antiken Metropole bilden, öffnete bereits am 10. November zusammen mit dem hdgö wieder seine Pforten. Mit der Einbeziehung eines weiteren Plateaus, das am morgigen Freitagabend im Zuge einer Feier zum 40-jährigen Bestehen des Hauses eröffnet wird, und das tags darauf für die Besucher zugänglich ist, haben sich auch neue Ausstellungsoptionen ergeben.

"Die Flucht nach vorne"

"Wir haben die Flucht nach vorne angetreten, und die Gelegenheit genützt auch Dinge zu zeigen, die schon länger oder noch nie zu sehen waren", so Direktor des zum Museumsverband des Kunsthistorischen Museums (KHM) gehörenden Hauses, Georg Plattner, bei einem Rundgang am Donnerstag. Neben einer einzigartigen Serie spätantiker Porträts, die zuletzt vor mehr als 20 Jahren im KHM-Haupthaus zu sehen waren, im vorderen Teil des neuen Schau-Teils, sind auch erst kürzlich restaurierte Statuen und prächtige Buntmarmore aus Ephesos zu sehen.

Ein neues Highlight ist überdies die Statue der "Hera von Ephesos", die die Akademie der bildenden Künste Wien als Leihgabe zu Verfügung stellt. Überdies haben Funde, die im Zuge der ersten österreichischen archäologischen Expedition 1873 und 1875 von Samothrake nach Wien kamen, nun ihren Weg ins Obergeschoß gefunden.

Die dritte "Stätte, der wir hier huldigen" ist Trysa, sagte Plattner. Im hinteren Teil der Ausstellung gibt es nun eine "Vorschau" auf den lykischen Fries des "Heroon von Trysa". Die monumentalen Stein-Reliefs bildeten einst die Umfassungsmauer einer Grabanlage aus dem ausgehenden vierten Jahrhundert. Einige Teile des rund 200 Laufmeter umfassenden Frieses, das eine Vielzahl der klassischen Sagen der antiken Welt zeigt, sind nun in angedeuteten Wänden ausgestellt. "Zum ersten Mal seit 140 Jahren kann man es als Raum begreifen", so der Direktor der KHM-Antikensammlung.

Die Vision, das Monument in seiner Gesamtheit öffentlich zugänglich zu zeigen, begleitet das Relief nämlich, seit es im Jahr 1882 von der heutigen Südwesttürkei vollständig nach Wien gekommen ist. Nun könnte es 2021 soweit sein. Bis Mai 2020 bespielt aber auf jeden Fall das hdgö jene Räume, deren Statik für die Ausstellung des rund 40 bis 50 Tonnen schweren und auch kunstgeschichtlich vielfach wegweisenden "Heroons von Trysa" im Zuge eines rund sechs Millionen Euro teuren Umbaus extra verstärkt wurde.

Ob das hdgö, mit dem man laut Plattner in sehr gutem Einvernehmen steht, nach Ablauf des Mietvertrages die Räume des KHM auch freimachen wird, hat die Politik noch nicht final entschieden. Er hoffe, dass die nunmehrige Aufstellung - die die Gesamtdimension des Monuments nur andeutet - "auch eine Entscheidungshilfe" ist, sagte Plattner, der hier zu einem gewissen Grad auch ein "politisches Statement" setzen möchte.

Abseits dieser großen Zukunftspläne wurde zuletzt auch in den unteren Teilen des Ephesos Museums alles neu - und erstmals auch auf Englisch - beschriftet. Neueren Forschungserkenntnissen hat man in Kooperation mit dem Archäologischen Institut (ÖAI) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW), das die heuer wieder aufgenommenen Grabungen in Ephesos vorantreibt, mehr Platz eingeräumt.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-12-06 13:19:29
Letzte Änderung am 2018-12-06 13:20:13


19. Dezember 1818
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