• vom 25.07.2018, 17:09 Uhr

Geschichte

Update: 25.07.2018, 22:14 Uhr

60 Jahre Nasa

Die Durchstarter




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (5)
  • Drucken
  • Leserbrief





Selten wurde dieses Ziel so konsequent verfolgt wie nach dem Zweiten Weltkrieg, als sich die Siegermächte 1945 die Gebiete aufteilten. "Die Russen bekamen Ostdeutschland. Im Gegenzug verschafften sich die USA Zugang zu den technischen Entwicklungen der Nazis, indem sie deutsche Wissenschafter einluden, in Amerika zu leben", erläuterte Bridenstone: "Chemische Waffen, Atomwaffen, der Marschflugkörper V1 und die Rakete V2 hätten in den falschen Händen verheerende Folgen gehabt. Die Frage war also, wer kontrollierte diese Erfindungen?"

Sternstunde war das
Rennen ins All

Die Amerikaner holten sich so viele Technologien nach Hause wie möglich. Als die Sowjetunion 1957 mit Sputnik 1 den ersten Satelliten ins All schickte, waren sie in der Lage zu antworten. Obwohl das russische Raumfahrtprogramm in den Kinderschuhen steckte, sah der US-Kongress in dessen Erfolg eine Gefahr für die nationale Sicherheit. Präsident Dwight D. Eisenhower entschied sich für eine durchdachte Reaktion. Am 29. Juli 1958 unterzeichnete er den "National Aeronautics and Space Act", der eine Behörde für nichtmilitärische Weltraumaktivitäten vorsah. Die Sternstunden der Nasa, die am 1. Oktober 1958 mit vier Laboratorien und 8000 ehemaligen Mitarbeitern der Naca ihre Arbeit aufnahm, konnten beginnen.

Die ersten Projekte zur bemannten Raumfahrt standen unter dem Druck des Wettlaufs ins All. Das Mercury-Programm untersuchte ab 1958, ob und wie Menschen im Weltraum überleben könnten. Doch schon am 12. April 1961 umrundete der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch die Erde. Drei Wochen später folgte am 5. Mai 1961 Alan Shepard als erster Amerikaner mit einem Bogen-Flug ins All. Der erste Amerikaner, der die Erde umkreiste, war John Glenn am 20. Februar 1962.

Das Gemini-Programm unternahm erste Experimente zur Mondlandung. Im Oktober 1968 wurde das Apollo-Programm gestartet, das Menschen in die Nähe des Mondes bringen sollte. Eine Richtungsänderung erfuhr Apollo durch die Absicht von US-Präsident John F. Kennedy, bis 1970 "einen Menschen auf dem Mond abzusetzen und ihn wieder sicher auf die Erde zurückzubringen". Es sollte die aufregendste Etappe des Space Race werden. "Die Welt kam für einen kurzen Moment zusammen und freute sich gemeinsam", berichtet der US-Astrophysiker John O’Meara vom Saint Michael‘s College in Vermont.

Pleiten, Pech, Pannen und Ende des Shuttle-Programms
Manche Kritiker sind der Ansicht, die Nasa hätte es dabei belassen sollen. Danach hätten dem größten technischen Forschungszentrum der Welt Ziele gefehlt, die es zu verfolgen lohnte. Das öffentliche Interesse und die Bereitschaft des Kongresses, immer höhere Budgets sicherzustellen, flachten ab.

1967 war das erste Unglück in der Geschichte der Nasa passiert. Alle drei Besatzungsmitglieder der Apollo-1-Mission kamen um, als bei einem Bodentest Feuer im Raumschiff ausbrach. Am 28. Jänner 1986 zerbrach die Raumfähre Challenger in 15 Kilometern Höhe beim schwersten Unfall der US-Raumfahrtgeschichte. Alle sieben Astronauten starben. Eine zweite komplette Crew kam beim Wiedereintritt der Columbia-Fähre in die Erdatmosphäre um.

zurück zu Seite 1 weiterlesen auf Seite 3 von 3




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-25 17:17:11
Letzte Änderung am 2018-07-25 22:14:47


24. September 1818
24. September 1818

Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Ein Aal verblüfft mit Riesenmaul
  2. Turteltaube im Sinkflug
  3. Wenn der Computer macht, was er will
  4. Alma Mahlers Dichter-Onkel
  5. Ende der Fruchtbarkeit
Meistkommentiert
  1. Tauende Böden
  2. Ötzi hatte hochentwickelte Krankenfürsorge
  3. Wenn der Computer macht, was er will
  4. Passivrauch schädigt Babys
  5. Ende der Fruchtbarkeit



Werbung