• vom 03.07.2018, 16:32 Uhr

Mensch

Update: 03.07.2018, 16:49 Uhr

Medizin

In-vitro-Befruchtung brachte acht Millionen Babys




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    Rund jedes zehnte Paar hat Schwierigkeiten, auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen. In Österreich gab es 2016 10.097 Versuche einer In-vitro-Fertilisation.

    Rund jedes zehnte Paar hat Schwierigkeiten, auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen. In Österreich gab es 2016 10.097 Versuche einer In-vitro-Fertilisation.© APAweb / Waltraud Grubitzsch Rund jedes zehnte Paar hat Schwierigkeiten, auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen. In Österreich gab es 2016 10.097 Versuche einer In-vitro-Fertilisation.© APAweb / Waltraud Grubitzsch

    Barcelona. Seit der Geburt des ersten Retortenbabys vor 40 Jahren sind über acht Millionen Babys nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung zur Welt gekommen. Das hat eine Auswertung der Datensammlung ICMART ergeben, die nun beim Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Embryologie in Barcelona vorgestellt wurde.

    Inzwischen werden demnach jährlich geschätzt mehr als eine halbe Million Babys weltweit nach einer künstlichen Befruchtung geboren. In Europa liege bei der Zahl der Behandlungen Spanien mit knapp 120.000 Therapiezyklen im Jahr 2015 an der Spitze, gefolgt von Russland (110.000), Deutschland (96.000) und Frankreich (94.000), hieß es. Berücksichtigt sind dabei In-vitro-Fertilisationen (IVF), Intrazytoplasmatische Spermien-Injektionen und Eizellspenden. Insgesamt gab es den Daten zufolge 2015 europaweit 800.000 Behandlungszyklen, aus denen 157.449 Babys hervorgingen. In Österreich gab es 2016 - das sind die jüngsten verfügbaren Daten - 10.097 IVF-Versuche. 2015 kamen 2410 Kinder aus In-vitro-Fertilisation zur Welt.


    Jedes zehnte Paar hat Probleme
    Der Statistik zufolge kommt es bei 36 Prozent der Embryotransfers zu einer Schwangerschaft. Die Chancen stehen besser, wenn der Embryo im Alter von fünf statt von drei Tagen in die Gebärmutter übertragen wird. Rund jedes zehnte Paar hat Schwierigkeiten, auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen. Seitdem am 25. Juli 1978 im britischen Oldham Louise Brown nach einer IVF geboren wurde, war der Methode Tür und Tor geöffnet. Die IVF nutzen Mediziner vor allem bei Fruchtbarkeitsproblemen der Frau. Bei Fruchtbarkeitsproblemen beim Mann wird am häufigsten die Intrazytoplasmatische Spermien-Injektion angewendet. Dabei wird eine Samenzelle unter einem Mikroskop direkt in die entnommene Eizelle gespritzt.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-07-03 16:37:42
    Letzte Änderung am 2018-07-03 16:49:38


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