• vom 17.01.2019, 21:00 Uhr

Natur

Update: 17.01.2019, 21:11 Uhr

Astronomie

Saturn hatte seine Ringe nicht von Anbeginn an




  • Artikel
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Fotos des Saturn, aufgenommen vom Hubble Space Teleskop in den Jahren 1996 bis 2000.

    Fotos des Saturn, aufgenommen vom Hubble Space Teleskop in den Jahren 1996 bis 2000.© APAweb, Reuters, NASA/The Hubble Heritage Team Fotos des Saturn, aufgenommen vom Hubble Space Teleskop in den Jahren 1996 bis 2000.© APAweb, Reuters, NASA/The Hubble Heritage Team

    Berkeley. (gral) Kurz bevor der Nasa-Orbiter Cassini im September 2017 in der Atmosphäre des Saturns verglüht war, absolvierte er noch eine seiner allerletzten Aufgaben: Die Erkundung jenes Bereichs, der zwischen dem Planeten und seinen Ringen liegt. Die Daten erlauben es Wissenschaftern nun, Auskunft über das Verhalten jenes Materials zu geben, aus dem die Ringe gebildet sind, wobei die Gravitation bei der Messung eine große Rolle spielt. Aufgrund der Ergebnisse gehen die Forscher davon aus, dass die kreisförmigen Materieschichten noch relativ jung sind - nämlich jünger als der Planet selbst. Sie könnten vor weniger als 100 Millionen Jahren entstanden sein, möglicherweise sogar erst vor rund 10 Millionen Jahren, berichtet das Team um Burkhard Militzer von der University of California in Berkeley im Fachmagazin "Science".

    Den Forschern zufolge befindet sich nahe dem Äquator noch eine Schicht, von der man ausgegangen war, dass sie sich wie die Wolken in der Erdatmosphäre verhalten. Hingegen sei diese wesentlich massiver. Zudem würden sich die Ringe unterschiedlich schnell drehen. Die Wolkenschicht benötigt für eine Umdrehung 10 Stunden und 33 Minuten, die Schicht darüber neun Minuten länger.


    Spektakuläre Mission
    "Als wir zum ersten Mal die Daten sahen, konnten wir es nicht glauben. Ich habe unseren Modellen vertraut und es dauerte eine Zeit lang, zu verstehen, dass es einen Effekt gibt, der das Gravitationsfeld beeinflusst", betont Militzer. Das Herz des Planeten muss im Übrigen die 15- bis 18-fache Masse der Erde fassen. Dies stimme wiederum mit früheren Schätzungen überein. Die Messungen waren nur möglich, weil Cassini in seinen letzten Stunden dem Saturn so nahe gekommen war. Demnach sei das Ende der Mission "spektakulär" gewesen.




    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
    Dokument erstellt am 2019-01-17 16:41:26
    Letzte Änderung am 2019-01-17 21:11:16



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Sternenstrom "gleich ums Eck" entdeckt
    2. Mehr Stress, weniger Gesang
    3. Adieu, Opportunity!
    4. Das blutige Desaster vom 12. Februar 1934
    5. Neuer Dino als Dauerleihgabe
    Meistkommentiert
    1. Das blutige Desaster vom 12. Februar 1934
    2. Großmütter erhöhen die Chancen der Enkel nur für gewisse Zeit
    3. Frauengehirne bleiben länger jung
    4. Das digitale Kleinkind
    5. Frauen in Wissenschaft unterrepräsentiert

    Werbung





    Werbung