• vom 22.06.2017, 16:40 Uhr

Natur


Artenschutz

Einsiedlerkrebse könnten obdachlos werden




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    © apa/G. Hulla © apa/G. Hulla

    Wien. Anlässlich der Urlaubssaison warnt das Wiener Haus des Meeres davor, an Küstenabschnitten und auf dem Meeresboden leere Schneckenhäuser zu sammeln. Denn abgesehen davon, dass Sammler dabei kräftig gezwickt werden könnten, kann ihre Aktivität zu Wohnungsnot am Meeresgrund führen. Schneckenhäuser sind nämlich das Zuhause von Einsiedlerkrebsen. Eines der Tiere, Kuno, lebt im dritten Stock des Haus des Meeres. Der karibische Riesen-Einsiedlerkrebs (Foto) ist kinderkopfgroß.

    Wenn Kuno eine mehrtägige Fresspause einlegt, sei das ein Zeichen dafür, dass er sich häutet, erläutern die Experten in einer Aussendung ihres Hauses am Donnerstag. Dazu müssen Einsiedlerkrebse ihre starre Körperhülle alle paar Monate abstoßen und erneuern, um eine Nacht lang ein Stückchen zu wachsen. Damit der verletzliche Hinterkörper bei dem Prozess geschützt ist, benötigen sie ein freies, größeres Schneckenhaus. Nach der Häutung beziehen die Krebse dann dieses neue Zuhause.


    Im Sommer können leere Schneckenhäuser allerdings durchaus zur Mangelware werden. Vor allem an den Küstenabschnitten sammeln Urlauber intensiv Schneckenhäuser. Touristen kommen oftmals überhaupt erst zu Hause drauf, dass in einem vermeintlich leeren Schneckenhaus doch ein Einsiedler war - und zwar durch den Geruch, warnt der Zoo.




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    Dokument erstellt am 2017-06-22 16:44:06



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