• vom 15.01.2018, 08:37 Uhr

Natur

Update: 15.01.2018, 08:42 Uhr

Klimawandel

"Jenseits des Erreichbaren"




  • Artikel
  • Kommentare (2)
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, afp

  • Der Weltklimarat hält die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad für kaum noch einhaltbar.

"Beimjetzigen Tempo der Erwärmung würde die globale Mitteltemperatur die1,5-Grad-Schwelle in den 2040er Jahren erreichen", heißt es in einem Text des IPCC. - © APAweb, afp, NASA

"Beimjetzigen Tempo der Erwärmung würde die globale Mitteltemperatur die1,5-Grad-Schwelle in den 2040er Jahren erreichen", heißt es in einem Text des IPCC. © APAweb, afp, NASA

Berlin. Der Weltklimarat (IPCC) hält nach einem Bericht der Berliner "tageszeitung" (Montagsausgabe) das im Pariser Klimaabkommen anvisierte Ziel, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen, für kaum noch einhaltbar. Das 1,5-Grad-Ziel war auf der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris auf Druck der besonders stark vom Klimawandel betroffenen Staaten in den Vertragstext eingefügt worden.

Dies sei "mit 66-prozentiger Wahrscheinlichkeit jenseits des Erreichbaren", zitiert das Blatt aus einem bisher unveröffentlichten Entwurf der "Zusammenfassung für Entscheidungsfinder" eines neuen Berichts der weltweit führenden Klimawissenschafter zu dem 1,5-Grad-Ziel. Dem Entwurf des IPCC-Berichts zufolge, der noch überarbeitet und im Herbst veröffentlicht werden soll, macht die aktuelle Politik der beteiligten Staaten diese Begrenzung jedoch praktisch unmöglich.

Schwelle wird in 2040er-Jahren erreicht

"Beim jetzigen Tempo der Erwärmung würde die globale Mitteltemperatur die 1,5-Grad-Schwelle in den 2040er Jahren erreichen", zitiert die "taz" weiter aus dem Text. Der Unterschied zwischen 1,5 und zwei Grad Erwärmung hätte demnach schwerwiegende Folgen: Mehr starke Stürme, einen um zehn Zentimeter höheren Meeresspiegel, eventuell den unumkehrbaren, langsamen Verlust des Eises in Grönland und der West-Antarktis, verstärktes Aussterben von Pflanzen, Fischen, Insekten und Wirbeltieren sowie ein höheres Risiko von Armut, Unterernährung und Krankheit.

Die einzige Chance, um doch noch eine Stabilisierung innerhalb des 1,5-Grad-Rahmens zu erreichen, läge nach Einschätzung der Forscher darin, das Treibhausgas CO2 aktiv aus der Atmosphäre herauszufiltern, hieß es. Das müsse allerdings sehr schnell und in sehr großem Maßstab erfolgen. Dies sei unrealistisch, auch weil beispielsweise der Flächenbedarf für erforderliche Aufforstungen mit den Bedürfnissen der Landwirtschaft kollidiere.





2 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-01-15 08:38:46
Letzte Änderung am 2018-01-15 08:42:42


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Der Feindfreund
  2. Geheime Verständigung
  3. Forscher steuern Drohnen mit dem Körper
  4. Sensationsfund in Sakkara
  5. Der Mensch als Maß
Meistkommentiert
  1. Böse Tiere
  2. Sand gibt es nicht wie Sand am Meer
  3. Wie uns Fast-Food depressiv macht
  4. Weltweite Hitzerekorde
  5. Gespaltene Wurzeln

Werbung





Werbung