• vom 29.08.2018, 22:28 Uhr

Natur

Update: 31.08.2018, 15:29 Uhr

Astronomie

Am Sternbilderhimmel wird es Herbst




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Mondchronik: Der Mond zeigt sich am 1. um 23 Uhr MESZ etwas mehr als halb erleuchtet. Die Libration lässt uns den Fleck Grimaldi möglichst fern vom linken Mondrand sehen. Am 5. zieht der Mond in höchster Bahn in den Zwillingen über den Himmel und durchläuft am 8. seine Erdnähe im Löwen. Außerdem steht er dann als feine Altlichtsichel tief in der ostnordöstlichen Morgendämmerung. Am 9. wird er zum Neumond. Als zarte Neulichtsichel erscheint er wieder am 11. abends tief in der Dämmerung nahe Westen. Die Libration sorgt für einen möglichst randfernen Mondsüdpol und zugleich steht der Mond nahe Venus sowie am 13. und 14. beim Jupiter. Der 14. lässt uns auch librationsbedingt das Mare Crisium möglichst randfern sehen. Erstes Viertel haben wir am 17. nahe Saturn im Schlangenträger und am 18. zieht der Mond in niedrigster Bahn im Schützen über den Himmel. Am 19. und 20. finden wir ihn bei Mars; am 20. in Erdferne im Steinbock. Der Vollmond tritt am 25. in den Fischen ein und dank der Libration können wir sowohl Grimaldi als auch den Mondnordpol möglichst randfern sehen.

Planetenlauf: Merkur kann höchstens bis 10. tief in der Morgendämmerungzwischen Ostnordosten und Osten im Löwen gefunden werden. Venus in der Jungfrau steht anfangs tief in der Abenddämmerung nahe Westsüdwesten, bis spätestens 28. im Südwesten. Am 21. erreicht sie den größten Glanz. Mars strahlt tief im Südsüdosten sowie später höher. Er zieht vom Schützen in den Steinbock. Jupiter leuchtet nahe Südwesten aus der Waage. Saturn steht niedrig nahe Süden bis später nahe Südsüdwesten im Schützen.

Sternbilderhimmel: Die Karte gilt für den 6. September 21.51 Uhr und den 30. um 20.17 Uhr. Am niedrigen Südhimmel zeigt sie zwei Planeten: den strahlend gelbroten Mars (M) und den tiefgelben Saturn (S). Der abendliche Spätsommerhimmel bietet einen tief im Nordnordosten heraufkommenden Fuhrmann mit Kapella und den tief zwischen Südosten und Südsüdosten stehenden Südlichen Fisch mit Formalhaut. Den hohen Süden beherrscht das große Dreieck, auch Sommerdreieck, mit Atair im Adler, Wega in der Leier und Deneb im Schwan. Der noch leidlich hochstehende Bärenhüter oder Bootes zeigt mit Arkturus das Ende der Sommerzeit an, während im Südosten der Skorpion mit Antares versinkt. Die Ankünder des Herbstes, die Sternbilder der Fünfsternreihe Perseus, Andromeda und Pegasus, reihen sich von Nordosten bis hoch über Osten.

Tipps: Mittwoch, 5. September, 17 Uhr: Naturhistorisches Museum, Kometen und Meteoriten (Dr. L. Ferrière. Eintrittskarte, dazu Führungskarte 4 Euro).

Info: www.astronomisches-buero-wien.or.at

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-29 16:41:54
Letzte Änderung am 2018-08-31 15:29:52


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