• vom 11.09.2018, 14:02 Uhr

Natur

Update: 11.09.2018, 15:02 Uhr

Biologie

Seltene Heuschreckenart wiederentdeckt




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Von WZ Online, APA

  • In Ostösterreich galt die Nasenschrecke seit 1992 als verschollen.

Nasenschrecken leben vor allem an trockenen Standorten.

Nasenschrecken leben vor allem an trockenen Standorten.© Donkey shot CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0 Nasenschrecken leben vor allem an trockenen Standorten.© Donkey shot CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0

Apetlon. Im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel ist eine seltene Heuschreckenart wiederentdeckt worden. Die Gewöhnliche Nasenschrecke wurde im Juli von einer Biologin in der Nähe von Apetlon (Bezirk Neusiedl am See) gefunden, teilte der Nationalpark am Dienstag mit. Mittlerweile habe bei Nachsuchen und Kartierungen ein Bestand von bis zu 300 Tieren festgestellt werden können.

Die Heuschreckenart komme vorwiegend im Mittelmeerraum und in Südosteuropa vor. In Mitteleuropa sei sie nur in der ungarischen Tiefebene zu finden, wobei sie in Ostösterreich seit 1992 als verschollen gegolten habe. Die Entdeckung sei ein "Sensationsfund".

Lebensraumoptimierung durch Flächenmanagement

Einer der Gründe, warum die Nasenschrecke wieder zu finden sei, könne das stattfindende Flächenmanagement sein, meinte Alois Lang vom Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel. Beweidung, Wiesenmahd, Schilfschnitt und das Rückstauen von Entwässerungsgräben sind im Flächenmanagement wichtige Aufgaben. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Artenvielfalt der Kulturlandschaft zu erhalten. Dadurch könne auch der Lebensraum für Arten optimiert werden, die bereits als verschollen galten. Möglich sei ebenso, dass die Heuschrecke durch die zunehmenden Trockenphasen wieder eingewandert sei.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-11 14:14:11
Letzte Änderung am 2018-09-11 15:02:12


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