• vom 28.09.2018, 10:31 Uhr

Natur

Update: 28.09.2018, 10:42 Uhr

Monitoring

Das große Comeback der Bartgeier




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Von Lisa Lugerbauer

  • Seit 32 Jahren werden Bartgeier in Österreich ausgewildert, nun versuchen freiwillige Beobachter ihren aktuellen Bestand festzustellen.

In Österreich zählen Bartgeier und Steinadler zu den "Königen der Lüfte".  - © Hansruedi Weyrich

In Österreich zählen Bartgeier und Steinadler zu den "Königen der Lüfte".  © Hansruedi Weyrich

Hohe Tauern. Bartgeier zählen zu den größten und imposantesten Vögeln Europas. In Österreich starben sie im 19. Jahrhundert aus. 1986 haben Ornithologen und Greifvogel-Fans daher beschlossen, die Situation zu ändern und die Bartgeier im Nationalpark Hohe Tauern wieder anzusiedeln. Was auch gelang. Die besten Chancen in Österreich einen Bartgeier zu sehen, hat man im Nationalpark Hohe Tauern sowie generell im Hochgebirge, von der Obersteiermark bis nach Vorarlberg.

Um die Bartgeier besser schützen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie viele sich derzeit in den Alpen befinden. Beim internationalen Monitoring helfen viele freiwillige Beobachter, den aktuellen Bestand möglichst genau zu erfassen.

Information

Link: Meldeformular für Bartgeier-Beobachtungen

Die internationalen Bartgeier Beobachtungstage werden vom internationalen Bartgeiermonitoring koordiniert. Jedes Jahr beteiligen sich über den Alpenbogen verteilt hunderte Freiwillige an dieser gemeinsamen Zählaktion. Dabei konnten in den beiden letzten Jahren zwischen 61% – 73% des im wissenschaftlichen Modell berechneten Bartgeierbestandes in den Alpen beobachtet und somit ein guter Überblick über die Bartgeierpopulation und deren Verteilung in den Alpen gewonnen werden.

Wenn ein Bartgeier auftaucht, verstecken sich die Murmeltiere. 

Wenn ein Bartgeier auftaucht, verstecken sich die Murmeltiere. © Richard Bartz, Munich CC BY-SA 2.5 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5 Wenn ein Bartgeier auftaucht, verstecken sich die Murmeltiere. © Richard Bartz, Munich CC BY-SA 2.5 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5

Bartgeier-Sichtungen unbedingt melden

Bartgeier sind sehr mobil und legen auf ihren Wanderungen durch die Alpen hunderte Kilometer am Tag zurück. Stimmt die Thermik, tätigen sie auf weiten Strecken keinen einzigen Flügelschlag. Mit nahezu drei Metern Spannweite und einem typischen Flugprofil sind Bartgeier aus großer Ferne zu erkennen.

Diesen Umstand macht sich das Projekt zur Wiederansiedlungsprojekt von Bartgeiern zu Nutze. Im ganzen Alpenraum werden alljährlich im Herbst die internationalen Bartgeier-Beobachtungstage (IOD) durchgeführt. Alle Interessierten sind aufgerufen, zwischen 6. bis 14. Oktober 2018 nach Bartgeiern Ausschau zu halten. Der Schwerpunkt der Beobachtungstage liegt am 6. Oktober (Fokuszeit: 9 bis 15 Uhr). An diesem Samstag sind auch viele Projektmitarbeiter auf ihren Beobachtungsposten.

Wichtig ist es, Feldstecher, Fotoapparat und Schreibutensilien dabei zu haben und die nachfolgenden Daten zu erheben:
Wo genau (Ortsbezeichnung, ca. Seehöhe) konnte wann und wie lange einen Bartgeier beobachtet werden?
War es ein junger oder adulter Bartgeier?
Welche Farbe hatten Kopf und Rumpf?
Hatte der Geier Mauserlücken oder noch eine Markierung?
Ein Foto zur Dokumentation und Bestimmung ist hilfreich.






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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-28 09:52:27
Letzte Änderung am 2018-09-28 10:42:03


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