• vom 20.08.2012, 11:53 Uhr

Technologie

Update: 20.08.2012, 11:56 Uhr

Demenz

Digitales Assistenzsystem hilft Demenzkranken




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  • Von Bekleidungstipps bis hin zu Videochats
  • Bei der Aktivierung des Dienstes wird eine Bezugsperson - Angehörige, Hauskrankenpflegepersonal oder Freiwillige wie Zivildiener - angerufen.

Der Therapiehund wartet ab. Eine computerunterstützte Assistenz für Demenzkranke wird ihn jedoch nicht verdrängen, sondern ergänzen. - © APAweb/dpa/Fredrik von Erichsen

Der Therapiehund wartet ab. Eine computerunterstützte Assistenz für Demenzkranke wird ihn jedoch nicht verdrängen, sondern ergänzen. © APAweb/dpa/Fredrik von Erichsen

Salzburg. Forscher arbeiten derzeit an einem digitalen Assistenzsystem, das Demenzkranken bei der Bewältigung des Alltags helfen soll. Das System erinnert beispielsweise an das Ausschalten von Haushaltsgeräten, die Betroffenen können zudem außer Haus Informationen zu ihrem Standort anfordern. Über einen Videokanal sehen Vertrauenspersonen die örtlichen Gegebenheiten und geben hilfreiche Tipps. Das dreijährige, 2,8 Mio. Euro umfassende EU-Projekt wird von "Salzburg Research" geleitet, teilte die Forschungsgesellschaft am 19. August mit.

  Mit steigender Lebenserwartung erhöht sich auch das Risiko einer Demenzerkrankung. Aktuellen Schätzungen zufolge leben heute rund 126.000 Menschen in Österreich und 7,3 Millionen in Europa mit Demenz. Der Anfang der Erkrankung geschieht oft schleichend. Die Betroffenen sind im Alltag verunsichert durch die steigende Orientierungslosigkeit und verlieren dadurch zunehmend ihre Selbstständigkeit und Mobilität.

 
Länger mobil und aktiv bleiben
"Ziel ist es, den Betroffenen und deren Angehörigen ein mobilitätssicherndes Assistenzsystem zur Verfügung zu stellen, mit dessen Hilfe Demenzkranke länger mobil und aktiv bleiben können", weiß Projektleiterin Cornelia Schneider. Am Ende des dreijährigen Projektes biete der entwickelte und erprobte Dienst Unterstützung für unterwegs, um sicher ans Ziel und wieder zurück zu kommen und verbinde persönliche Hilfe mit unterstützenden Technologien.

  Das System gibt auf die aktuellen Wetterverhältnisse abgestimmte Bekleidungstipps und erklärt den Weg zu bevorstehenden Terminen. Bei Orientierungsproblemen können die Nutzer jederzeit über den Dienst am Mobiltelefon Navigationshilfe und Informationen zum aktuellen Standort anfordern. Bei der Aktivierung des Dienstes wird eine Bezugsperson - Angehörige, Hauskrankenpflegepersonal oder Freiwillige wie Zivildiener - angerufen. Diese kann dann über verschiedene Kanäle (Sprache, Video und Standortverfolgung) Hilfe anbieten. Über einen Videokanal sehen die Vertrauenspersonen die örtlichen Gegebenheiten.

  Das europäische Forschungsprojekt "Confidence" wird im Rahmen des Ambient Assisted Living Joint Program von der EU und vom österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert. Als Koordinator stehen Salzburg Research 530.000 Euro Budget zur Verfügung.




Schlagwörter

Demenz, Assistenz

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Dokument erstellt am 2012-08-20 11:54:34
Letzte Änderung am 2012-08-20 11:56:20


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