• vom 19.02.2018, 16:00 Uhr

Digital-Life


Augmented Reality

"Erweiterte Realität" ist das nächste große Ding




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Von Andrea Möchel

  • Sogenannte Augmented-Reality-Apps revolutionieren den stationären Handel.

Intelligente Zahnbürste: Eine Erfindung des französischen Start-ups Kolibree hilft Groß und Klein beim richtigen Zähneputzen. - © Reuters/Steve Marcus

Intelligente Zahnbürste: Eine Erfindung des französischen Start-ups Kolibree hilft Groß und Klein beim richtigen Zähneputzen. © Reuters/Steve Marcus

Wien. Fans des Smartphone-Games Pokémon Go kennen und lieben sie - die Augmented Reality, die "erweiterte Realität", in der virtuelle Inhalte die reale Umgebung ergänzen. Pokémon Go und der Messaging-App Snapchat ist es zu verdanken, dass Augmented Reality (AR) mittlerweile einem breiten Publikum bekannt ist. Doch das ist erst der Anfang, prophezeit eine aktuelle Technologietrend-Studie des Unternehmensberaters Deloitte.

"2018 wird die voranschreitende Digitalisierung durch unterschiedlichste Technologien in Alltag und Wirtschaft noch spürbarer", kündigt Barbara Edelmann, Partnerin bei Deloitte Österreich, an. "Zahlreiche Unternehmen in Österreich haben das bereits erkannt und nehmen im Bereich Augmented Reality international eine Vorreiterrolle ein."


So wurde das Wiener Unternehmen ViewAR auf der Augmented World Expo im Silicon Valley 2016 mit einem "Auggie Award" für die beste AR-App ausgezeichnet. 2017 gewann die Salzburger Augmented-Reality-Schmiede Wikitude einen "Auggie Award" für das beste Entwickler-Tool.

Mehr als Realität
Warum 2018 für die AR-Technologie ein entscheidendes Jahr wird, erklärt Deloitte so: "Bis Ende 2018 werden weltweit bereits 800 Millionen Smartphones AR-tauglich sein. Insgesamt wird im Bereich Augmented Reality ein Umsatz von 100 Millionen US-Dollar erwartet." Entwickelt wurde die Technologie ursprünglich im Automobilbau. Dort setzt etwa BMW Augmented-Reality-Brillen ein, um Monteuren beim Pkw-Service die nächsten Schritte und das passende Werkzeug einzublenden. Mittlerweile wird die Technologie in vielen weiteren Sparten genutzt, vom Schiffsbau über die Architektur bis hin zum Tourismus.

Der Wettlauf um die besten Entwickler-Tools, mit deren Hilfe AR-Technologie einfach in Apps integriert werden kann, läuft auf Hochtouren. An vorderster Innovationsfront finden sich die üblichen Verdächtigen: Facebook mit "AR Studio", Google mit "ARCore" und natürlich Apple mit der Plattform ARKit. Für Apple-Chef Tim Cook ist Augmented Reality überhaupt "das nächste große Ding" nach dem Smartphone. Cook: "Ich glaube, dass ein großer Teil der Menschheit täglich Erfahrungen mit Augmented Reality machen wird. Fast so wie dreimal täglich zu essen, wird es ein Teil unseres Lebens werden."

"Heute kennt man Augmented Reality vor allem aus dem Gaming-Bereich, aber die Technologie wird sich auch beim Shopping oder in sozialen Netzwerken immer mehr durchsetzen", ist Barbara Edelmann überzeugt.

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Dokument erstellt am 2018-02-19 16:05:30


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