• vom 30.05.2018, 13:29 Uhr

Digital-Life

Update: 30.05.2018, 14:23 Uhr

DSGVO

Deutsche Behörde geht gegen Facebook wegen Datenweitergabe vor




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Von WZ Online, APA, Reuters, dpa

  • Schrems hatte in Hamburg eine Beschwerde gegen WhatsApp eingebracht.

Der Datenschutzaktivist Max Schrems (Bild)  brachte am Tag des Inkrafttretens Beschwerden gegen Google, Facebook, WhatsApp und Instagram ein.

Der Datenschutzaktivist Max Schrems (Bild)  brachte am Tag des Inkrafttretens Beschwerden gegen Google, Facebook, WhatsApp und Instagram ein.© APAweb/REUTERS, Heinz-Peter Bader Der Datenschutzaktivist Max Schrems (Bild)  brachte am Tag des Inkrafttretens Beschwerden gegen Google, Facebook, WhatsApp und Instagram ein.© APAweb/REUTERS, Heinz-Peter Bader

Menlo Park/London. Deutsche Datenschützer drohen Facebook wegen des Datenaustausches mit dem Messengerdienst Whatsapp mit Konsequenzen. Whatsapp und Facebook hätten die EU-Datenschutzverordnung genützt, um eine von zwei Instanzen abgewiesenes Weitergabevorhaben "zu verwirklichen", sagte der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar am Mittwoch.

"Das Vorhaben ist auch unter der strengeren Regelungen der DSGVO nicht rechtmäßig geworden. Wir werden darauf angemessen reagieren", sagte der für Facebook in Deutschland zuständige Spitzenbeamte. Er verwies darauf, dass das Verwaltungsgericht und das Oberverwaltungsgericht Hamburg dieses "alte Vorhaben" abgewiesen hätten.

Die Datenschutzgrundverordnung (DSVGO) war am Freitag europaweit in Kraft getreten. Sie gibt Nutzern einklagbare Rechte auf ihre Daten und enthält auch ein "Koppelungsverbot" zwischen Datenverarbeitung und Nutzung von Diensten. Der Datenschutzaktivist Max Schrems brachte am Tag des Inkrafttretens Beschwerden gegen Google, Facebook, WhatsApp und Instagram ein. Die Beschwerde gegen WhatsApp wurde in Hamburg eingebracht.

Wissen nicht, welche Daten genau Cambridge Analytica hatte
Facebook weiß immer noch nicht genau, welche Nutzer-Informationen im aktuellen Datenskandal an die Firma Cambridge Analytica gegangen sind. Das betonte Geschäftsführerin Sheryl Sandberg auf einer Konferenz des Technologieblogs "Recode" in der Nacht auf Mittwoch.

Das Online-Netzwerk schätzte zuvor, dass Informationen von bis zu 87 Millionen Mitgliedern - darunter potenziell 30.000 Nutzer in Österreich - widerrechtlich an die Datenanalyse-Firma gegangen sein könnten. Jüngst hieß es allerdings in einer überraschenden Kehrtwende, dass Nutzer in Europa möglicherweise auch gar nicht betroffen sein könnten. Klarheit soll eine Überprüfung bei Cambridge Analytica liefern, die allerdings wegen Ermittlung britischer Datenschutz-Behörden auf Eis liegt.

In dem aktuellen Datenskandal hatte ein Cambridge-Professor über eine Umfrage Informationen von Nutzern sowie ihren Facebook-Freunden erhalten - und sie dann an Cambridge Analytica weitergegeben. Facebook wusste seit Ende 2015 davon, gab sich jedoch mit der Zusicherung der Firma zufrieden, dass die Daten vernichtet worden seien, und informierten die betroffenen Nutzer nicht.

"Wir haben uns entschuldigt, aber darum geht es nicht - es geht darum, welche Maßnahmen wir unternehmen", sagte Sandberg. Das Online-Netzwerk hatte unter anderem den Zugriff von App-Entwicklern auf Nutzer-Daten eingeschränkt und eine Überprüfung weiterer Anwendungen gestartet. Technologie-Chef Mike Schroepfer sagte, Facebook durchlebe aktuell den bisher größten Wandel, weil das Online-Netzwerk von Anfang an nicht nur an die positiven Auswirkungen seiner Funktionen denken, sondern auch daran, wie diese missbraucht werden können.





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DSGVO, Datenschutz, Facebook

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-05-30 13:31:20
Letzte Änderung am 2018-05-30 14:23:53


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