• vom 01.08.2018, 13:46 Uhr

Digital-Life

Update: 01.08.2018, 13:56 Uhr

Soziale Netzwerke

Facebook und Instagram wollen Zeit bringen, nicht Zeit stehlen




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Von WZ Online, APA, dpa

  • Apps werden mit besserem Zeit-Management, das etwa Nutzungsdauer anzeigt, starten.

Der Facebook-Konzern reagiert mit den neuen Tools auf eine Debatte in den USA und anderen Ländern, in der die Folgen einer übermäßigen Nutzungvon Sozialen Medien und Smartphones thematisiert wird. - © APAweb/AFP, Josh Edelson

Der Facebook-Konzern reagiert mit den neuen Tools auf eine Debatte in den USA und anderen Ländern, in der die Folgen einer übermäßigen Nutzungvon Sozialen Medien und Smartphones thematisiert wird. © APAweb/AFP, Josh Edelson

Menlo Park. Wer soziale Netzwerke nutzt, der weiß, wie viel Zeit man auf unterschiedlichen Plattformen, nicht nur mit der Schaffung, so9n dern vor allem mit der Konsumation von Einträgen, verbringen kann.

Nutzer von Facebook und Instagram können in Zukunft besser kontrollieren, wie viel Zeit sie in den Netzwerken verbringen. So wird ihnen über die Menüfunktion sowohl die durchschnittliche Nutzungsdauer der vergangenen Woche, als auch die tägliche Zeit pro Gerät angezeigt, wie die beiden Plattformen am Mittwoch mitteilten. Darüber hinaus können User angeben, wie lange sie täglich aktiv sein wollen.

Grenzen setzen

Wird diese selbst gesetzte Grenze erreicht, werden sie beispielsweise per Nachricht informiert. Das neue Feature werde in den kommenden Wochen für jeden verfügbar sein, hieß es bei einem gemeinsamen Pressegespräch der beiden Plattformen. "Unser Ziel mit diesen Tools ist, die Leute dazu zu befähigen, achtsam und bewusste Entscheidungen darüber zu fällen, wie viel Zeit sie auf Instagram und Facebook verbringen", sagte Instagram-Manager Ameet Ranadive. Gibt es denn Befürchtungen, dass die Nutzungsdauer durch die neue Kontrollfunktion zurückgeht? Es gehe vielmehr darum, dass die User ihre Zeit bei den Netzwerken sinnvoll gestalteten, hieß es.

Der Facebook-Konzern reagiert mit den neuen Tools auf eine Debatte in den USA und anderen Ländern, in der die Folgen einer übermäßigen Nutzung von Sozialen Medien und Smartphones thematisiert wird. Google und Apple, die Anbieter der beiden führenden Smartphone-Plattformen Android und iOS, hatten im Frühsommer bereits ähnliche Funktionen vorgestellt.

Mehr Vernetzung, weniger News

Auf Facebook hatte sich schon Ende des vergangenen Jahres die durchschnittliche Nutzungszeit reduziert, nachdem dort durch einen Algorithmus-Wechsel weniger viral verbreitete Videos gezeigt worden waren. Zum Strategiewechsel des Konzerns gehört auch, dass die User weniger Nachrichten und Inhalte von Facebook-Seiten zu sehen bekommen und stattdessen mehr Beiträge von Freunden und Verwandten. "Den Menschen dabei zu helfen, sich zu vernetzen, ist wichtiger, als die Nutzungszeit zu verlängern", sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg damals. Das sei auf lange Sicht auch gut für das Unternehmen.

Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook hat aktuell 2,2 Milliarden Nutzer. Allerdings setzte in diesem Jahr der Datenskandal um Cambridge Analytica dem Unternehmen schwer zu. Zudem ging aufgrund der neue EU-Datenschutzverordnung die Zahl der täglich und monatlich aktiven Nutzer in Europa zurück. Der Fotodienst Instagram, den Facebook 2012 übernommen hat, zählt derzeit mehr als eine Milliarde User.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-01 13:51:51
Letzte Änderung am 2018-08-01 13:56:14


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