• vom 06.11.2018, 09:58 Uhr

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Update: 06.11.2018, 10:04 Uhr

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Facebook sperrt 115 verdächtige Konten




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Von WZ Online, APA, Reuters

  • Das soziale Netzwerk will sich besser gegen politische Einflussnahme aus Russland wappnen.

"war room" von Facebook: Die Betreiber von Internetplattformen haben eine stärkere Wachsamkeit gegenüber Wahlbeeinflussung zugesagt, nachdem sie sich auf derartige Versuche bei der US-Präsidentenwahl vor zwei Jahren unzureichend vorbereitet sahen. - © APAweb, afp, Noah Berger

"war room" von Facebook: Die Betreiber von Internetplattformen haben eine stärkere Wachsamkeit gegenüber Wahlbeeinflussung zugesagt, nachdem sie sich auf derartige Versuche bei der US-Präsidentenwahl vor zwei Jahren unzureichend vorbereitet sahen. © APAweb, afp, Noah Berger

San Francisco. Kurz vor Beginn der US-Kongresswahlen hat Facebook 115 Nutzerkonten wegen des Verdachts der politischen Einflussnahme durch Russland gesperrt. Das weltgrößte Internet-Netzwerk gab am Dienstag bekannt, am Sonntag einen Hinweis von den US-Strafermittlern erhalten zu haben. Es gehe um verdächtiges Verhalten im Zusammenhang mit einer ausländischen Organisation. Das Unternehmen prüfe nun, ob die Konten mit der russischen Internet Research Agency oder einer anderen Einrichtung in Verbindung stehen. Die US-Regierung hat der Internet Research Agency vorgeworfen, sich über die Nutzung von Internetplattformen in die heimische Politik einzumischen, um Falschinformationen zu verbreiten.

Das Facebook-Management sprach von 85 verdächtigen englischsprachigen Konten des konzerneigenen Bilderdienstes Instagram. Hinzu kämen 30 Facebook-Konten, die mit französisch- und russischsprachigen Internetseiten verbunden seien. Manche der Konten richteten ihr Augenmerk auf Prominente, andere auf die politische Debatte.

Die Betreiber von Internetplattformen haben eine stärkere Wachsamkeit gegenüber Wahlbeeinflussung zugesagt, nachdem sie sich auf derartige Versuche bei der US-Präsidentenwahl vor zwei Jahren unzureichend vorbereitet sahen. Die aktuellen Kongresswahlen gelten für den damaligen Wahlsieger Donald Trump als sehr wichtig. Umfragen zufolge droht Trumps Republikanern der Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus. Der Präsident müsste dann mit erheblichem Widerstand der Demokraten im Kongress rechnen.

Sicherheitsbehörden warnen vor Manipulation

Vor Öffnung der Wahllokale in den USA haben die Chefs der Sicherheitsbehörden in einem gemeinsamen Aufruf vor einer Manipulation durch Fehlinformationen aus Russland gewarnt.

Den US-Wählern müsse bewusst sein, "dass ausländische Akteure - insbesondere Russland - die öffentliche Stimmung und die Wahrnehmungen der Wähler zu beeinflussen versuchen", hieß es in der am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung. Um dieser Gefahr entgegenzutreten, sollten die US-Wähler "informiert bleiben und verdächtige Aktivitäten melden".

Unterzeichnet wurde der Aufruf von Geheimdienstdirektor Dan Coats, FBI-Chef Christopher Wray, Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen und Justizminister Jeff Sessions.

Sie warnten, dass die ausländischen Akteure in den USA "Zwietracht säen" wollten. "Sie tun dies durch die Verbreitung falscher Informationen über politische Prozesse und Kandidaten, Lügen über ihre eigenen Manipulationsversuche, Verbreitung von Propaganda in sozialen Medien und durch andere Taktiken."

Die Sicherheitschefs erklärten zugleich, dass es keine Hinweise auf konkrete Eingriffe in den Ablauf der Kongress- und Gouverneurswahlen am Dienstag gebe - etwa durch die Verhinderung der Stimmabgabe, der Auszählung oder der Änderung des Auszählungsergebnisses.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-11-06 09:59:08
Letzte Änderung am 2018-11-06 10:04:32


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