• vom 02.12.2011, 12:59 Uhr

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Update: 02.12.2011, 13:07 Uhr

Deutschland

Deutschland verschärft den Kampf gegen Kinderpornografie im Internet




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  • Löschen statt Sperren
  • Deutsche Justizministerin: "Selbstregulierung und Transparenz statt einer hochproblematischen Sperr-Infrastruktur"

Berlin.

Wie weit darf staatliche Zensur gehen? Diese Thematik entbrennt in Deutschland einmal mehr in Zusammenhang mit Kinderpornografie im Internet. Natürlich will niemand, dass Verbrecher im Internet unbehelligt aktiv sein können, doch wie lässt sich dies technisch verhindern ohne dabei auch unbedenkliches Material unzensiert zu lassen?

Wie weit darf staatliche Zensur gehen? Diese Thematik entbrennt in Deutschland einmal mehr in Zusammenhang mit Kinderpornografie im Internet. Natürlich will niemand, dass Verbrecher im Internet unbehelligt aktiv sein können, doch wie lässt sich dies technisch verhindern ohne dabei auch unbedenkliches Material unzensiert zu lassen?© APAweb Wie weit darf staatliche Zensur gehen? Diese Thematik entbrennt in Deutschland einmal mehr in Zusammenhang mit Kinderpornografie im Internet. Natürlich will niemand, dass Verbrecher im Internet unbehelligt aktiv sein können, doch wie lässt sich dies technisch verhindern ohne dabei auch unbedenkliches Material unzensiert zu lassen?© APAweb

Webseiten mit Kinderpornos werden künftig in Deutschland nicht mehr gesperrt, sondern komplett gelöscht. Der Deutsche Bundestag kippte am Donnerstagabend nahezu einstimmig die umstrittenen Internet-Sperren. Das bereits ausgesetzte Sperrgesetz wurde von den Parlamentariern endgültig aufgehoben.


  "Selbstregulierung und Transparenz statt einer hochproblematischen Sperr-Infrastruktur sind für uns die richtige Antwort", erklärte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Eine Löschung auf ausländischen Servern dauere nur wenige Tage, in Deutschland sogar nur wenige Stunden.

Kritiker fürchten staatliche Zensurbehörde  
Viele Internet-Nutzer waren gegen die Sperren Sturm gelaufen und hatten im Rahmen einer Online-Petition mehr als 130.000 Unterschriften dagegen gesammelt. Die Kritiker befürchteten den Aufbau einer staatlichen Zensurbehörde. Zudem zweifelten sie an der Wirksamkeit der Maßnahme, weil die Sperren leicht zu umgehen seien.

  Deshalb sollen Seiten mit kinderpornografischen Inhalten künftig gelöscht werden, egal ob sie in Deutschland oder vom Ausland aus ins Netz gestellt wurden.

  Angesichts der technischen Entwicklung will der Bundestag jedoch ein Auge darauf behalten, ob Kinderpornografie auf diesem Wege tatsächlich ausreichend bekämpft wird. In einer Resolution fordert das Parlament von der deutschen Bundesregierung einen jährlichen Bericht über den Erfolg der Maßnahmen.




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Dokument erstellt am 2011-12-02 13:02:32
Letzte Änderung am 2011-12-02 13:07:54


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