• vom 10.02.2012, 17:01 Uhr

Digital-News

Update: 13.02.2012, 08:09 Uhr

Sparpaket

Fröhliches Gezwitschere zum Sparpaket




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Von Francesco Campagner


    Das Sparpaket ist da, und die Internet-Community freut sich. Fröhlich wird auf Twitter das Geschehen der letzten Stunden kommentiert. Ein bisschen Galgenhumor ist dabei, nur hie und da wird das Geschehen hinterfragt.

    "Genießen sie den Morgen, in wenigen Stunden nimmt ihnen die Regierung ihr Geld weg. Mal ehrlich: Wieviel wird das #Sparpaket ihnen kosten?" postet etwa ATV-Mann Martin Thür. Und Hasi findet die Namensgebung nicht ideal: "Also #Reformpaket klingt doch gleich um Ecken schöner als #Sparpaket!"


    Die ehemalige ÖH-Chefin Sigrid Maurer wundert sich, dass die Verkleinerung des Nationalrats hingenommen wird: "wo ist der aufschrei zum demokratieabbau? ist uns das echt schon so wurscht?" Auch die Streichung der Presseförderung um 30 Prozent ist Maurer ein Dorn im Auge: "wer braucht schon die presseförderung, die ist für die demokratie ja genauso unnötig wie diese abgeordneten."

    Diesbezüglich schlägt dann doch Humor der bitteren Sorte durch. "Dafür gibts mehr Inserate für den Boulevard. Qualität ist eh so 80er", meint Rudi Fußi. Und Gregor Scham fordert gar "wo es doch keine Monarchie in Österreich mehr gibt sollte die #krone auch nicht mehr gefördert werden". Bei Twitter ist auch das Undenkbare noch denkbar.

    Lob gibt es für die Regierungsverhandler nicht. Ganz im Gegenteil. "Listige Terminplanung: #Sparpaket am Freitagabend ist wie #ORF-Personalrochaden am 23. Dezember", entrüstet sich Christoph Freina. Und auch von SP-Seite gibt es Unverständnis. "Tolle Einsparung! Die Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer wird eingespart", erklärt Siegi Lindenmayr, stellvertretender Vorsitzender des Wiener SPÖ Gemeinderatsklubs.

    Die Folgen sind ungewiss. Nostalgie nach der Vergangenheit macht sich im Internet breit. "Heute #sparpaket, donnerstag #opernball. Sicher gute optik... Gibts die opernball-demo noch?", wird gepostet. Naja, ein Flashmob wäre wohl zeitgemäßer.




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    Sparpaket, Twitter

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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2012-02-10 17:04:09
    Letzte Änderung am 2012-02-13 08:09:43


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