• vom 03.10.2013, 12:33 Uhr

Digital-News

Update: 03.10.2013, 12:34 Uhr

Kooperation mit Hilfsorganisationen

App soll Prognosen von Hungerkatastrophen verbessern




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  • Satelliten, die mit Mikrowellen die Erdoberfläche abtasten, ermöglichen es zu berechnen, wie feucht die Böden in unterschiedlichen Regionen sind.

Wien. Mit Hilfe einer Handy-App sollen künftig möglichst viele Daten gesammelt werden, um in Zukunft rechtzeitig vor Dürre-und Hungerkatastrophen warnen zu können. Die App wird von Wissenschaftern der Forschungsgruppe für Fernerkundung an der Technischen Universität (TU) Wien entwickelt, die Experten für Bodenfeuchte-Messungen mit Hilfe von Satelliten sind, teilte die TU mit.


Satelliten, die mit Mikrowellen die Erdoberfläche abtasten, ermöglichen es zu berechnen, wie feucht die Böden in unterschiedlichen Regionen sind. Dürrekatastrophen hängen aber nicht nur von der Bodenfeuchtigkeit, sondern von vielen weiteren Faktoren ab. Für Prognosen muss man deshalb auch über Fakten direkt an Ort und Stelle Bescheid wissen, etwa wie es in einer bestimmten Region mit künstlicher Bewässerung aussieht, ob es Zugang zu natürlichen Wasserquellen gibt oder sich bereits Krankheiten verbreiten, die typischerweise mit Hungersnöten einhergehen.

Ein bis zwei Monate Prognosezeit
Die TU-Forscher entwickeln die App in Kooperation mit Hilfsorganisationen für deren Mitarbeiter, die in dürregefährdeten Gebieten unterwegs sind. "So bekommen Helfer vor Ort Zugang zu relevanten Satellitendaten – in unserem Fall zu einem Dürre-Index. Wenn man sich die Situation vor Ort angesehen hat, gibt man die erhobenen Daten in die App ein. Sie werden dann an uns weitergeleitet und mit den Satellitendaten verknüpft", erklärte Markus Enenkel von der Forschungsgruppe für Fernerkundung. Daraus wollen die Wissenschafter ein umfassendes Bild der Lage erhalten und dieses wiederum Hilfsorganisationen zur Verfügung stellen.

"Eine Prognose, die ein bis zwei Monate in die Zukunft blickt, ist realistisch", meinte Enenkel. Das würde Hilfsorganisationen mehr Zeit geben, um Gegenmaßnahmen zu starten. Derzeit schließen die Wissenschafter die ersten Tests mit der App ab und wollen dann - entsprechende Förderung vorausgesetzt - einen "pre-operational Service" entwickeln.



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Dokument erstellt am 2013-10-03 12:34:02
Letzte Änderung am 2013-10-03 12:34:55


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