• vom 03.09.2015, 12:48 Uhr

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Update: 03.09.2015, 14:44 Uhr

IFA

Bei Computeruhren ist Zeitanzeige nur mehr Nebensache




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Von WZOnline/APA/dpa/Reuters

  • Gesundheitsdaten im Fokus. Neben Apple sind auch Huawei, Intel und Samsung präsent.

Berlin. Die Computeruhr steht vor allem dank Apple vor dem Durchbruch. Seit der iPhone-Hersteller im April seine erste Watch in den Handel gebracht hat, ist Dynamik im Markt. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin dreht sich nun alles um die kleinen Geräte, die vor allem Biodaten aufzeichnen und damit die Fitness und Gesundheit ihrer Nutzer überwachen.

Zu Apples Konkurrenten gehören Samsung, Sony, Huawei, Asus, LG Electronics und auch Intel. So stellt der US-Chipkonzern auf der Branchenmesse sein Fitness- und Schlafanalysearmband Basis Peak vor, Samsung zeigt seine Uhr Gear S2 und Huawei sein - schlicht "Watch" genanntes - Gerät.


Apple als Vorreiter

"Derzeit dominiert Apple eindeutig den Markt", sagt IHS-Analyst Roeen Roashan. Er gehe davon aus, dass allein in diesem Jahr 16 Millionen Apple Watches über die Verkaufstische wandern. Insgesamt sollen nach IHS-Schätzung 29 Millionen Geräte verkauft werden. Wer Apple abgeschrieben habe, liege falsch, ergänzt Analyst Ben Wood von CCS Insight. Allein im ersten Verkaufsquartal hätten die Kalifornier eine Milliarde Dollar (890 Mio. Euro) mit ihrer Watch umgesetzt.

Marktbeobachter rechnen damit, dass sich in Zukunft die Menschen wieder sehr viel häufiger Uhren umbinden werden. Dabei wird die Zeitanzeige allerdings zur Nebensache. Im Mittelpunkt steht neben der Fitnessfunktion die Verbindung zum eigenen Smartphone. So kann der Nutzer mit einem Blick aufs Handgelenk nachsehen, wer ihn angerufen oder ihm Mails geschrieben hat. Die Analysefirma CCS Insight prognostiziert, dass sich der Markt mit tragbaren Computern - zu denen auch Fitnessarmbänder und Computerbrillen gehören - in den nächsten fünf Jahren auf mehr als 25 Mrd. Dollar verfünffacht.

Sportartikelbranche mit Hoffnungen

Die Sportartikelbranche will den Trend nicht verschlafen, sondern mitgestalten. Fast alle großen Ausrüster bauen ihr Geschäft mit tragbaren Fitnessmessgeräten seit Jahren aus - darunter Branchenprimus Nike, Verfolger Adidas und deren aufstrebender US-Rivale Under Armour. Vor allem Jogger und Fußballer sollen auf die Geräte zurückgreifen, um ihre Leistungen zu überwachen. Geschwindigkeit, Strecke, Herzfrequenz und Armbewegungen werden mit Ortungsdaten, Landkarten und persönlichen Informationen wie Körpergewicht und Alter kombiniert. Apps werten die Informationen aus und stellen sie zu einem persönlichen Leistungsprofil zusammen.

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Schlagwörter

IFA, Wearables, Smartwatch, Computeruhr

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Dokument erstellt am 2015-09-03 12:50:36
Letzte Änderung am 2015-09-03 14:44:05


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