• vom 03.09.2015, 12:48 Uhr

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Update: 03.09.2015, 14:44 Uhr

IFA

Bei Computeruhren ist Zeitanzeige nur mehr Nebensache




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Adidas-Chef Herbert Hainer schwärmte jüngst bei der Übernahme des österreichischen Fitness-App-Anbieters Runtastic für 220 Mio. Euro von dem Kundenpotenzial: Rund 70 Millionen Nutzer, etwa die Hälfte davon im wichtigen europäischen Markt, sind bei Runtastic registriert. Ab Oktober kooperiert auch Intel mit dem österreichischen Anbieter.

Warum braucht man ein weiteres Endgerät?

Die neuen Uhranbieter haben allerdings noch einige Aufgaben zu bewältigen. So müssen potenzielle Nutzer davon überzeugt werden, warum sie ein weiteres Gerät brauchen. Ferner halten die Akkus häufig noch nicht lange genug. Auch sind Fragen des Datenschutzes nicht umfassend geklärt. "Alle Hersteller müssen bei der Benutzerfreundlichkeit und dem Mehrwert nachlegen. Das dauert noch, wird aber kommen", sagt Gartner-Analystin Annette Zimmermann. Sie empfiehlt den Anbietern, Kunden über eine Benutzerplattform an sich zu binden. Dies sei zum Beispiel Fitbit im Geschäft mit Fitness-Armbändern gut gelungen. Als Kunde des US-Konzerns kann man sich auf der Internetseite anmelden und mit anderen über sportliche Leistungen austauschen und gegenseitig anspornen.

Die Sportartikelfirmen haben allerdings nicht nur Uhren und Armbänder im Angebot, sondern wollen Biodaten auch über Kleidung und Sportgeräte aufzeichnen. Als Vorzeigeprojekt verpasste Adidas vor der Fußball-WM 2014 der deutschen Nationalmannschaft sensorengespickte T-Shirts, mit denen die Spieler trainierten. Im laufenden Jahr stellte die Firma einen Fußball vor, der ebenfalls Bewegungsdaten misst. Er wird für 200 Euro verkauft.

Doch schon längst geht die Forschung in die nächste Richtung. Laut Zimmermann versuchen sich einige Anbieter derzeit an Pflastern, die Patienten mit Hilfe von Sensoren überwachen: "Das kann in einigen Jahren vor allem für die Gesundheitsbranche spannend werden."

"Wearables" im Trend

Smartwatches, Fitness-Tracker und Datenbrillen zählen zu den Trends der heurigen Internationalen Funkausstellung (IFA), die morgen in Berlin startet und bis 9. September läuft. Bisher war der Markt noch weit entfernt davon, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Das könnte sich schon bald ändern.

Auf der IFA standen seit Jahren vor allem immer größere Flachbild-Fernseher im Mittelpunkt - in diesem Jahr drängen kleine Computer-Uhren ins Rampenlicht auf der Elektronik-Messe. Zahlreiche Hersteller wie Samsung, Huawei, LG, Lenovo oder Asus präsentieren auf der IFA die neusten Modelle ihrer Smartwatches. Auch die gesamte Geräteklasse der sogenannten "Wearables" - Technik, die man direkt am Körper tragen kann - zählt zu den heißen Trends. Marktbeobachter sagen der Kategorie eine goldene Zukunft voraus.

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Schlagwörter

IFA, Wearables, Smartwatch, Computeruhr

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2015-09-03 12:50:36
Letzte Änderung am 2015-09-03 14:44:05


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