• vom 10.07.2017, 13:53 Uhr

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Update: 10.07.2017, 16:47 Uhr

Cybercrime

Generalschlüssel für Erpresser-Software "Petya" veröffentlicht




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Von WZ Online, APA, dpa

  • Dieser funktioniert allerdings nicht bei Abwandlung "NotPetya"

Seit 2016 sind der Erpressungs-Trojaner "Petya" und seine Varianten wie "GoldenEye" oder "NotPetya" weltweit in Umlauf.

Seit 2016 sind der Erpressungs-Trojaner "Petya" und seine Varianten wie "GoldenEye" oder "NotPetya" weltweit in Umlauf.© APA/HELMUT FOHRINGER Seit 2016 sind der Erpressungs-Trojaner "Petya" und seine Varianten wie "GoldenEye" oder "NotPetya" weltweit in Umlauf.© APA/HELMUT FOHRINGER

Berlin. Einige Opfer von Cyberattacken mit Erpresser-Software können möglicherweise aufatmen. Die Entwickler von "Petya" und einiger Unterarten des Schädlings haben einen Generalschlüssel veröffentlicht, mit dem sich die Daten wieder lesbar machen lassen. Er funktioniere für alle Versionen der Schadsoftware, inklusive "GoldenEye", bestätigte Anton Ivanov, Sicherheitsforscher bei Kaspersky auf Twitter.

Bei Daten, die mit der jüngsten Abwandlung "NotPetya" verschlüsselt sind, soll er allerdings nicht funktionieren. Ob es bei dieser Schadsoftware gar nicht um Erpressung ging oder der Code einfach nur schlampig programmiert wurde, sei noch unklar, schrieb das Technologie-Portal "Golem". Kostenlose Werkzeuge, die bei der Entschlüsselung helfen, gibt es demnach noch nicht, sie dürften aber in Kürze veröffentlicht werden.

Seit 2016 sind der Erpressungs-Trojaner "Petya" und seine Varianten wie "GoldenEye" oder "NotPetya" weltweit in Umlauf. Die Schadsoftware nistet sich in Windows-Rechnern ein, verschlüsselt Daten und fordert von den Opfern Lösegeld. Zu den Opfern der jüngsten Cyberattacke gehörten unter anderem die Reederei Maersk, der Nivea-Hersteller Beiersdorf sowie zahlreiche Unternehmen und Behörden in der Ukraine. Laut Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik standen auch in einigen Unternehmen in Deutschland die Produktion oder andere kritische Prozesse still. Bei dem jüngsten Angriff sind einige Experten auch der Ansicht, dass es nicht um das übliche Geldverdienen mit der Erpressung der Nutzer, sondern um das Zerstören von Daten ging.





Schlagwörter

Cybercrime, Petya

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-07-10 13:53:51
Letzte Änderung am 2017-07-10 16:47:15


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