• vom 16.04.2018, 13:24 Uhr

Digital-News

Update: 16.04.2018, 13:37 Uhr

Telekomregulator

Handybeschwerden gingen 2017 zurück




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Dafür mehr Streitigkeiten wegen Datenroaming und Netzqualität. Mehr Postbeschwerden, weil die Schlichtungsstelle bekannter ist.

2017 beschwerten sich weniger Konsumenten über Telekommunikation und Medien und in 84 Prozent der Fälle kam es zu einer Einigung - ein Rekord.

2017 beschwerten sich weniger Konsumenten über Telekommunikation und Medien und in 84 Prozent der Fälle kam es zu einer Einigung - ein Rekord.

Wien. Die Zahl der Handybeschwerden ist 2017 weiter zurückgegangen. 1.893 Fälle im Bereich Telekommunikation und Medien brachten Nutzer voriges Jahr bei der Schlichtungsstelle ein, so der Telekomregulator RTR am Montag. Das ist im Vergleich zu 2016 ein Minus von fünf Prozent und der niedrigste Wert der vergangenen 15 Jahre. In 84 Prozent der Fälle kam es zu einer Einigung - ein Rekord.

Die Bilanz ist aber nicht in allen Bereichen positiv: Auffallend stark gestiegen ist von 2016 auf 2017 die Zahl der eingebrachten Fälle bei Entgeltstreitigkeiten über Datendienste-Roaming (von 117 auf 216), dies wegen der neuen EU-Roamingregeln. Auch über die Handy-Netzqualität haben sich deutlich mehr Kunden beschwert (148 nach 79). Dagegen gab es dank der "großen Kooperationsbereitschaft der Betreiber" weniger Entgeltstreitigkeiten über Dienste von Drittanbietern (247 nach 398).

Die meisten Beschwerden zu Kündigungsfragen

Allgemeine Vertragsstreitigkeiten etwa wegen unklarer Klauseln oder Kündigungsfragen stellten die größte Beschwerdegruppe dar (629 Fälle). 93 Prozent aller Verfahren wurden binnen 90 Tagen beendet. RTR-Geschäftsführer Johannes Gungl zufolge sind die Betreiber bereit, schnell eine einvernehmliche Lösung zu finden. Im Bereich Pay-TV gab es voriges Jahr 80 Fälle.

Um ganze 74 Prozent zugelegt hat die Zahl der Schlichtungsanträge bei den Postdiensten (von 159 auf 277). Grund für das große Plus dürfte laut RTR sein, dass die Postdienste-Schlichtungsstelle stark beworben und damit bekannter wurde. "Im Vergleich zu den rund 720 Millionen im Inland beförderten Paketen und Briefen 2017 sehen die 277 Fälle aber sehr gering aus", so Gungl in einer Aussendung. Die meisten Probleme gab es bei der Zustellung (83 Fälle).

RTR warnt vor Ping-Anrufen

Derzeit hat die RTR sogenannte Ping-Anrufe am Radar. "Dabei lassen es Anrufer mit ausländischen Nummern nur einmal kurz klingeln und legen wieder auf. Der Grund: Sie wollen zu einem Rückruf verleiten", erklärte die RTR. Das kann bei Ferngesprächen teuer werden. Die Regulierungsbehörde weiß noch nicht, wie viele Österreicher betroffen sind und hat zwecks Datenerhebung die Meldestelle Rufnummernmissbrauch (http://www.rufnummernmissbrauch.at/) eingerichtet. Betroffene können dort verdächtige Nummern bekanntgeben.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-16 13:26:09
Letzte Änderung am 2018-04-16 13:37:24


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Dolmetsch für österreichisches Deutsch
  2. Holocaust-Leugner dürfen posten
  3. Die Dominanz der Hyperaktiven
  4. "Ich finde auch, dass es viel Geld ist"
  5. Google kassiert Milliarden-Rekordstrafe
Meistkommentiert
  1. "Ich finde auch, dass es viel Geld ist"
  2. Die Dominanz der Hyperaktiven
  3. Die Netzkultur des Hasses
  4. Holocaust-Leugner dürfen posten
  5. Twitter sperrte 70 Millionen Benutzerkonten in zwei Monaten

Werbung




Werbung