• vom 12.07.2018, 16:29 Uhr

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Update: 12.07.2018, 16:35 Uhr

Aufnahme

Google Street View startete in Österreich mit acht Jahren Verspätung




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  • Erste Aufnahmen 2010 widersprachen Datenschutzregelungen.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums gab es in Österreich 2017 einen Neustart. Nun wurde der "weiße Fleck" geschlossen.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums gab es in Österreich 2017 einen Neustart. Nun wurde der "weiße Fleck" geschlossen.© APAweb, Helmut Fohringer Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums gab es in Österreich 2017 einen Neustart. Nun wurde der "weiße Fleck" geschlossen.© APAweb, Helmut Fohringer

Mountain View. Google Street View ist am Mittwoch mit jahrelanger Verspätung in Österreich gestartet. Die ersten Aufnahmen in Wien wurden bereits 2010 gemacht, weil diese Datenschutzrichtlinien widersprachen, gab es eine Zwangspause. Google Street View startete 2007 in den USA. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums gab es in Österreich 2017 einen Neustart. Nun wurde der "weiße Fleck" geschlossen.

Eigentlich waren die Aufnahmen schon vor Jahren halbwegs fertig, doch im Mai 2010 verordnete die Datenschutzkommission (DKS) eine Zwangspause für die Kamera-Autos. Grund dafür war, dass Google eingeräumt hatte, dass die Kamerawagen, die Bilder für den Online-Straßenatlas Street View machten, auch Informationen aus unverschlüsselten WLAN-Netzen aufgezeichnet hatten. In 34 Ländern wurden bei den Fahrten Fragmente von E-Mails und Surf-Daten erfasst hatte, wenn die Kommunikation über öffentliche WLAN-Netze erfolgte. Österreich verlangte die Löschung der Daten, Ende Mai 2010 verordnete die DKS den Boxenstopp für die Google-Fahrzeuge.

2011 gab die DKS unter Auflagen für Österreich grünes Licht. Im Sommer 2017 erfolgte der Start, Fahrzeuge von Google waren auf den heimischen Straßen in Wien, Linz und Graz unterwegs. Google verpflichtet sich dazu, nur einzelne Aufnahmen zu machen, die dann zu 360 Grad Panoramabildern zusammengesetzt werden. Die Bilder wurden von fahrenden Autos aus mit Kameras gemacht, die 2,40 bis 2,50 Meter über dem Boden an den Google-Fahrzeugen angebracht sind.

Informationen darüber, wo fotografiert wird, finden sich auf der Google-Street-View-Seite. Vor der Veröffentlichung des Materials werden Gesichter und Nummerntafeln automatisch mithilfe von Algorithmen verpixelt. Nutzer können auch nachträglich die zusätzliche Unkenntlichmachung von Gesichtern, Nummernschildern oder Gebäuden beantragen. Dazu müssen sie in der Street-View-Ansicht auf den Link "Ein Problem melden" klicken und erklären, welcher Bereich warum unkenntlich gemacht werden soll.

Street View startete 2007 in den USA. In der Folge wurde der Dienst international ausgeweitet. Integriert in Google Maps zeigt Street View 360-Grad-Ansichten aus der Straßenperspektive. Seit 2015 sind die meisten Länder der EU bereits flächendeckend durch Street View erfasst.





Schlagwörter

Aufnahme, Wien, Google Street View

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-12 16:32:06
Letzte Änderung am 2018-07-12 16:35:47


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