• vom 15.02.2018, 11:40 Uhr

Spielplatz

Update: 15.02.2018, 11:46 Uhr

Übernahme

Schwedischer Computerspieleentwickler kauft Tiroler Koch Media




  • Artikel
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • 121 Millionen Euro Kaufpreis, zudem sollen die 800 Mitarbeiter übernommen werden.

Eine Szene aus der Serie "Dead Island" von Koch Media. - © Screenshot: Hersteller

Eine Szene aus der Serie "Dead Island" von Koch Media. © Screenshot: Hersteller

Höfen/Karlstad. Die Tiroler Firma Koch Media mit Sitz in Höfen im Außerfern ist von THQ Nordic AB mit Sitz in Karlstad am Vänernsee, einem schwedischen Computerspieleentwickler, gekauft worden. Grund für den Verkauf war laut Medienberichten, dass sich Firmengründer und 90-Prozent-Eigentümer Franz Koch zur Ruhe setzen will. Auch seine Kinder seien an einer Übernahme nicht interessiert, hieß es.

Der Kaufpreis soll 121 Millionen Euro betragen haben. Die Koch-Media-Gruppe beschäftigt weltweit 800 Mitarbeiter, der Umsatz betrug 300 Millionen Euro. THQ Nordic ist börsennotiert, mit 200 Mitarbeitern und 40 Millionen Euro Umsatz aber um einiges kleiner als Koch Media. Das Unternehmen soll weiterhin unter dem Namen Koch Media Holding GmbH firmieren.

Alle 800 Mitarbeiter sollen übernommen werden, auch jene 150 am Standort in Höfen. Die Koch Media Geschäftsführer Klemens Kundratitz und Reinhard Gratl behalten ihre Funktion, Erik Stenberg, CEO von THQ Nordic, soll in Zukunft das Team aber verstärken. Der Gebäudekomplex in Höfen, sowie ein angrenzendes Grundstück mit 7.000 Quadratmetern hat THQ Nordic ebenfalls erworben.

Koch Media wurde 1994 von Franz Koch und Klemens Kundratitz gegründet. Der Konzern ist ein internationaler Produzent und Vermarkter von PC- und Konsolenspielen, Infotainment-CDs, Software und Filmen auf DVD und Blu-ray. Auch einige Kinolizenzen befinden sich im Programm. Die erste vertriebene Software von Koch Media war eine Bahnsimulation der Semmeringbahn. 2002 wurde das eigene Spielelabel Deep Silver gegründet. Das Tochterunternehmen entwickelt und vermarktet sowohl eigene als auch fremde Softwareproduktionen für gängige Spieleplattformen wie den PC, Spielekonsolen und mobile Endgeräte.





Schlagwörter

Übernahme

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-02-15 11:41:36
Letzte Änderung am 2018-02-15 11:46:15



Werbung