WZ-Reflexionen

Er tötete nur nachts, mit immergleicher Bestialität: Jack the Ripper. - © WZ-Illustration / Martina Hackenberg

Kriminalgeschichte

Jack the Ripper, Projektionsfläche der Angst6

  • Vor 130 Jahren wütete ein monströser, bis heute nicht identifizierter Frauenmörder im Londoner Eastend.

Wer nach Einbruch der Dunkelheit durch das Londoner Eastend schlendert, wird Zeuge eines seltsamen Schauspiels. Durch die engen Gassen zwischen den Docks, dem London Tower und der Bishopgate Street ziehen vereinzelt stille Gruppen von ehrfürchtigen Touristen, ihrem Gruppenleiter folgend... weiter




"Monsieur Crescendo" Gioachino Rossini. - © ullstein bild/Heritage Images

Musikgeschichte

Abseits der Konventionen6

  • Der italienische Komponist Gioachino Rossini schrieb mit seinem Stil Operngeschichte. Am 13. November jährt sich sein Todestag zum 150. Mal.

"Zu einer Oper, Ciro in Babilonia, hatte ich eine schauderhafte Secunda-Donna. Sie war nicht allein über die Erlaubniß häßlich, auch ihre Stimme war unter aller Würde. Nach der sorgfältigsten Prüfung fand ich, dass sie einen einzigen Ton besaß, das B der eingestrichenen Octave... weiter




Der Comedian Jordan Peele (r.) lässt Barack Obama sprechen. Wie man auf YouTube sehen (und hören) kann, ist der "Fake" kaum mehr als solcher zu erkennen. - © Screenshot YouTube

Netzpolitik

Echt täuschend - täuschend echt18

  • Mit Computerprogrammen ist die Erstellung von "Fake"-Videos zum Kinderspiel geworden.

Im Netz kursiert ein Video, in dem ein scheinbar von allen politischen Konventionen losgelöster Barack Obama Klartext spricht. "Wir treten in ein Zeitalter ein", hebt der 44. Präsident der Vereinigten Staaten an, "wo unsere Feinde es so aussehen lassen können... weiter




Ein Läufer auf Abwegen: Johann Kastenberger. - © Votava/Imagno/picturedesk.com

Kriminalgeschichte

Vom Outlaw zum Mörder21

  • Im Jahr 1988 wurde ein Räuber mit Reagan-Maske und Schrotflinte zum Schrecken der Wiener Banken: Johann Kastenberger alias "Pumpgun-Ronnie". Seine Flucht verlief spektakulär.

"Heute war wohl mein größter Erfolg", keuchte Johann Kastenberger dem Reporter ins Mikrofon, nachdem er am 11. September 1988 den Willi-Haase-Lauf im steirischen Kainach gewonnen hatte. Den anspruchsvollen Bergmarathon über 1800 Höhenmeter hatte er in der fulminanten Bestzeit von 3:16:07 Stunden... weiter




Besucherin vor einer Bildtafel, die an die brennenden Synagogen im November 1938 erinnert, im Berliner Museum "Topographie des Terrors". - © Getty Images

Antijudaismus

Mörder oder Störenfried?2

  • Bei der Erinnerung an die Novemberpogrome 1938 stellt sich einmal mehr die Frage nach christlicher Mitschuld - und nach Antijudaismus im Neuen Testament: Zum Teil ist dieser ungenauen Übersetzungen geschuldet, aber nur zum Teil. Eine Recherche.

Im Jahr 2018 ist auch der schrecklichen Ereignisse während der Novemberpogrome des Jahres 1938 zu gedenken. Während dieser Pogrome wurden über 1400 Synagogen und jüdische Versammlungsräume zerstört. Tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe fielen den Pogromen zum Opfer... weiter




Die Renaissance Budapester Kaffeehäuser bezieht sich auf die entsprechende k.u.k.-Kultur. - © Gamma-Rapho via Getty Images

Ungarn

Mythos vom goldenen Zeitalter4

  • In Ungarn ist die Erinnerung an das Habsburgerreich von widersprüchlichen Sehnsüchten und undefinierten Nostalgien geprägt.

Die Vergangenheit wird erst durch das gemeinschaftliche Erinnern zum Teil einer Erinnerungskultur - und dies setzt nicht nur ihre Sortierung, sondern oft auch ihre Neuanordnung, ihre Ergänzung, manchmal sogar das Weglassen von Vorhandenem voraus. Erinnerungen an die Vergangenheit werden daher immer... weiter




"Wir leben in einer Zeit des unglaublich beschleunigten Wandels. Der Rückblick auf die Vergangenheit kann da Sicherheitgeben": Arno Strohmeyer. - © Moritz Ziegler

Interview

"Mit Helden tun wir uns schwer"17

  • Der Historiker Arno Strohmeyer über die Lektionen, die die Erfolge und das Scheitern der Monarchie für die Gegenwart bereithalten.

"Wiener Zeitung": Am 12. November 1918 wurde die Republik begründet. Wer heute durch die Innenstädte von Wien, Innsbruck, Graz oder Salzburg geht, spaziert durch eine imperiale Kulisse. In hundert Jahren ist es der Republik nicht gelungen, der Gegenwart ihren formalen Stempel aufzudrücken... weiter




100 Jahre nach Republiksgründung: Eine pro-monarchische Kundgebung vor der Prager Burg am 28. Oktober 2018 (rechts Wenzel von Böhmen). - © G. Stadler

Geschichte

Wo der Doppeladler heute nistet22

  • Wie in den Nachfolgestaaten der einstigen Donaumonarchie die Erinnerung daran wachgehalten wird. - Eine Rundreise.

Nach 1945 bzw. dem Ende des Kommunismus in Ostmitteleuropa trat in den dreizehn Staaten, auf die nun das Gebiet der Donaumonarchie aufgeteilt ist, in der Wahrnehmung ihrer Zeit unter Habsburgs Krone(n) ein entscheidender Wandel ein: Sie wurde, mit Nuancen... weiter




Die Totenzeremonie Tana Toraja auf Sulawesi, Indonesien. - © Tuul & Bruno Morandi / Getty

Wiener Journal

Von Klageweibern und Begräbnislachern7

  • Verschiedene Kulturen gehen mit dem Sterben unterschiedlich um. Auf Fremde wirken Trauerrituale bisweilen befremdlich.

Wer scheele Blicke ernten will, der borge sich für das nächste Begräbnis einen weißen Anzug aus. Oder gar ein buntes Hawaiihemd. Denn Schwarz und nur Schwarz ist der ungeschriebene Dresscode bei mitteleuropäischen Beerdigungen. Aber entspräche nicht eigentlich helle oder bunte Kleidung –... weiter




Wie gehen Kinder mit Verlust um? - © getty

Wiener Journal

Trennung, Verlust, Tod – Wie geht das?5

  • Ob das geliebte Haustier stirbt, der beste Freund plötzlich wegzieht, die Oma schwer erkrankt, ob sich die Eltern scheiden lassen – Kinder verkraften das nicht so leicht.

Kinder und Erwachsene trauern auf verschiedene Art. Erwachsene können sich in vielen Fällen besser selbst helfen oder sind durch die Alltagsanforderungen von ihrer Trauer abgelenkt. Kinder bis zum 7. Lebensjahr erleben Verlust und Tod noch nicht in voller Härte... weiter




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