WZ-Reflexionen

Peter Rosner, geboren 1948, war Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien.Er publiziert zur Sozialpolitik und Geschichte ökonomischer Theorie.

Ökonomie

Worin Stephan Schulmeister irrt27

  • Das neue Buch des österreichischen Ökonomen, das die wirtschaftliche Entwicklung seit 1970 verständlich machen will, greift in einigen Punkten zu kurz.

Die in den letzten Jahrzehnten stark gestiegene Bedeutung von Finanzmärkten ruft wohl zurecht Beunruhigung hervor. Die durch die Finanzkrise 2008 bedingten wirtschaftlichen und sozialen Probleme zeigen das. Stephan Schulmeister forscht seit langem über die Konsequenzen... weiter




Ein einst umkämpfter Ort der Arbeiterschaft als Kunsttempel: die Pinacoteca Giovanni e Marella Agnelli auf dem ehemaligen Fiat-Gelände in Turin. Ein Symbolbild für die Symbiose von Ökonomie und Kultur. - © Daniele Venturelli/WireImage

Wirtschaft

Waren, die an Wert gewinnen1

  • Die französischen Soziologen Luc Boltanski und Arnaud Esquerre widmen sich in einer Studie der "Bereicherungsökonomie" - und stellen die Frage nach Profiteuren des exklusiven Phänomens.

Das Zeitalter einer neuen kapitalistischen Gesellschaftsform ist angebrochen - die Ära der Bereicherungsökonomie, die darin besteht, dass bestimmten vorhandenen Waren wie Luxusgütern, Immobilien, exklusiven Reisen oder Kunstwerken ein besonderer Wert zugesprochen wird... weiter




Wirtschaftsgeschichte

Endlose Gier17

  • Finanzkrisen sind das Ergebnis zügelloser Gewinnsucht und exzessiver Schuldenpolitik. Ein Streifzug durch die Geschichte.

Als am 15. September 2008 die Lehman Bank in New York aufgrund eines überhitzten Subprime-Markts zusammenbrach, platzte einmal mehr eine große Blase, aufgepustet von Gewinnsucht, Nervenkitzel, Risikobereitschaft, Spieltrieb und Übermut. Die Geschichte ist voll davon... weiter




Das Radetzky-Denkmal, wo wir es heute sehen: am Stubenring 1. - © Thomas Hofmann

Denkmäler

Alte Helden, neue Plätze2

  • Nicht nur das Mozartdenkmal musste seinen Standort wechseln. Ein Stadtspaziergang durch Wien auf den Spuren von "verrückten Figuren".

Der Spruch Heraklits, "Alles fließt", der sich im Übrigen auf einem Brückenpfeiler der Stubenbrücke befindet, gilt auch für scheinbar feste Bauten. Frei nach dem Motto "Nix is fix" haben einige der bedeutendsten Denkmäler der Stadt ihren Standort verändert... weiter




Fatale Promenade: Luigi Luchenis Attentat auf Kaiserin Sisi (Kupferstich von F. Miaulle). - © ullstein bild - Roger-Viollet

Geschichte

Tragödie am Genfersee20

  • Elisabeth, Kaiserin von Österreich, wurde in Genf von einem italienischen Anarchisten ermordet. Ihr Todestag jährt sich am 10. September zum 120. Mal.

Am 10. September 1898 erschütterte ein Verbrechen die österreichisch-ungarische Monarchie. Die Nachrichten überschlugen sich: "Die Kaiserin von Österreich in Genf ermordet!" "Feiges Attentat eines italienischen Anarchisten!" "Unsere Kaiserin Elisabeth Opfer von Luigi Lucheni... weiter




"Am Theater muss man einsehen, dass der Reibungsverlust groß sein kann zwischen der Vision und dem Endprodukt" - Emmy Werner. - © WZ / Moritz Ziegler

Interview

"Mein Motto: Der Weg entsteht im Gehen"17

  • Emmy Werner, die ehemalige Volkstheater-Direktorin, über ihre frühe Liebe zum (Tisch-)Theater, ihr Unabhängigkeitsbedürfnis, die Lust am Renovieren - und über ihren kommenden 80. Geburtstag und das Älterwerden.

"Wiener Zeitung": Frau Werner, zeitgleich zu Ihrem bevorstehenden 80. Geburtstag erscheint Ihr Buch ". . .als ob sie Emma hießen". Es liest sich wie ein spannender autobiografischer Roman einer Frau, die ihr Leben auf mehreren Ebenen gelebt hat. Letztlich ist es auch ein Plädoyer für das... weiter




Mittels bestimmter Vorrichtungen schützen die Bewohner Vanuatus gefährdete Korallen. - © Neubauer

Klimawandel

Waldhüter und Korallengärtner5

  • Niemand spürt die Auswirkungen des Klimawandels so sehr wie die Bewohner der Pazifikinseln. Doch statt aufs Ende der Welt zu warten, setzen sie sich zur Wehr, wie Beispiele auf Fidschi und Vanuatu zeigen.

Die dünnen, dunklen Locken sind zerzaust, seine Nase trieft und auf dem T-Shirt zeigen sich die Spuren vom letzten Mittagessen. Der Dreijährige, der an der Hand seiner Großmutter Waita Curuvale hängt, wirkt wie ein ganz typischer Junge. Und doch liegt die Hoffnung von rund 450 Menschen auf seinen... weiter




- © Illustration: WZ / Martina Hackenberg

Geschichte

Dauerauftrag für Staat & Gesellschaft11

  • Vor 65 Jahren trat die Europäische Menschenrechtskonvention in Kraft. Ein Meilenstein des internationalen Rechts.

Sie gelten für alle als Menschen Geborene, unabhängig von Beruf, Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Kultur, Religion, Staat, Stand, Sprache und Weltanschauung: die Menschenrechte. Sie sind angesichts des Aufkommens autokratischer und repressiver Tendenzen sowie der Debatte um die Krise der Demokratie... weiter




Paternoster der Fa. Freissler, Bj. 1910, im Haus der Industrie, Wien Innere Stadt. Christian Tauß

Kulturgeschichte

Wo sogar Ehen gestiftet wurden4

  • Der Wiener Stadtforscher Peter Payer hat eine eindrucksvolle Kulturgeschichte der Aufzüge vorgelegt.

In Karl Kraus’ epischer Abrechnung mit dem Ersten Weltkrieg, "Die letzten Tagen der Menschheit", deren Epilog 1917 im Schweizer Kanton Glarus entstand, spielt das "Sirk-Eck" eine wichtige Rolle. Gegenüber der Hofoper (heute: Staatsoper) defilierten die modebewussten Wienerinnen mit Hüten... weiter




Christian Tauß in einer reparaturbedürftigen Kabine. - © Manfred Rebhandl

Porträt

Leidenschaft für Fahrstühle3

  • Zwei Wiener sammeln Aufzüge - reparieren und restaurieren sie, um eines Tages ein Museum damit bestücken zu können.

Der erste Wiener Aufzug bewegte sich ab dem Jahre 1869 im Palais des Barons Liebig in der Wipplingerstraße im Ersten Wiener Gemeindebezirk, er hatte einen hydraulischen Hochquellwasserantrieb und beförderte zwei Personen, allerdings rein privat. Ein Jahr später punktete das Grand Hotel am Wiener... weiter




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