WZ-Reflexionen

"Am Theater muss man einsehen, dass der Reibungsverlust groß sein kann zwischen der Vision und dem Endprodukt" - Emmy Werner. - © WZ / Moritz Ziegler

Interview

"Mein Motto: Der Weg entsteht im Gehen"20

  • Emmy Werner, die ehemalige Volkstheater-Direktorin, über ihre frühe Liebe zum (Tisch-)Theater, ihr Unabhängigkeitsbedürfnis, die Lust am Renovieren - und über ihren kommenden 80. Geburtstag und das Älterwerden.

"Wiener Zeitung": Frau Werner, zeitgleich zu Ihrem bevorstehenden 80. Geburtstag erscheint Ihr Buch ". . .als ob sie Emma hießen". Es liest sich wie ein spannender autobiografischer Roman einer Frau, die ihr Leben auf mehreren Ebenen gelebt hat. Letztlich ist es auch ein Plädoyer für das... weiter




Mittels bestimmter Vorrichtungen schützen die Bewohner Vanuatus gefährdete Korallen. - © Neubauer

Klimawandel

Waldhüter und Korallengärtner5

  • Niemand spürt die Auswirkungen des Klimawandels so sehr wie die Bewohner der Pazifikinseln. Doch statt aufs Ende der Welt zu warten, setzen sie sich zur Wehr, wie Beispiele auf Fidschi und Vanuatu zeigen.

Die dünnen, dunklen Locken sind zerzaust, seine Nase trieft und auf dem T-Shirt zeigen sich die Spuren vom letzten Mittagessen. Der Dreijährige, der an der Hand seiner Großmutter Waita Curuvale hängt, wirkt wie ein ganz typischer Junge. Und doch liegt die Hoffnung von rund 450 Menschen auf seinen... weiter




- © Illustration: WZ / Martina Hackenberg

Geschichte

Dauerauftrag für Staat & Gesellschaft11

  • Vor 65 Jahren trat die Europäische Menschenrechtskonvention in Kraft. Ein Meilenstein des internationalen Rechts.

Sie gelten für alle als Menschen Geborene, unabhängig von Beruf, Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Kultur, Religion, Staat, Stand, Sprache und Weltanschauung: die Menschenrechte. Sie sind angesichts des Aufkommens autokratischer und repressiver Tendenzen sowie der Debatte um die Krise der Demokratie... weiter




Paternoster der Fa. Freissler, Bj. 1910, im Haus der Industrie, Wien Innere Stadt. Christian Tauß

Kulturgeschichte

Wo sogar Ehen gestiftet wurden4

  • Der Wiener Stadtforscher Peter Payer hat eine eindrucksvolle Kulturgeschichte der Aufzüge vorgelegt.

In Karl Kraus’ epischer Abrechnung mit dem Ersten Weltkrieg, "Die letzten Tagen der Menschheit", deren Epilog 1917 im Schweizer Kanton Glarus entstand, spielt das "Sirk-Eck" eine wichtige Rolle. Gegenüber der Hofoper (heute: Staatsoper) defilierten die modebewussten Wienerinnen mit Hüten... weiter




Christian Tauß in einer reparaturbedürftigen Kabine. - © Manfred Rebhandl

Porträt

Leidenschaft für Fahrstühle4

  • Zwei Wiener sammeln Aufzüge - reparieren und restaurieren sie, um eines Tages ein Museum damit bestücken zu können.

Der erste Wiener Aufzug bewegte sich ab dem Jahre 1869 im Palais des Barons Liebig in der Wipplingerstraße im Ersten Wiener Gemeindebezirk, er hatte einen hydraulischen Hochquellwasserantrieb und beförderte zwei Personen, allerdings rein privat. Ein Jahr später punktete das Grand Hotel am Wiener... weiter




Partizipation in Wien Neubau: Veranstaltung zum (Aus-)Bau von U2 und U5. - © BV7

Stadtplanung

Die Organisation von Widersprüchen3

  • Partizipation spielt in der Stadtplanung eine wichtige Rolle. Über das Management räumlicher Verhältnisse - oder wie man verschiedene Interessen möglichst gleichzeitig unter einen Hut bringt.

Wenn von Partizipation oder Beteiligung gesprochen wird, sind wir als Gesellschaft immer öfter damit konfrontiert - gewollt oder auch ungewollt -, Widersprüche zu organisieren. Eignet sich Partizipation somit als Tool zur Organisation von Widersprüchen... weiter




Philipp Leeb im Gespräch mit WZ-Mitarbeiterin Saska Blatakes. - © Luiza Puiu

Interview

"Beziehungsarbeit ist das Wichtigste"49

  • Der Pädagoge Philipp Leeb darüber, wie man Buben helfen kann, sich von einem verstaubten Männerbild zu befreien.

"Wiener Zeitung": Herr Leeb, was ist Bubenarbeit? Philipp Leeb: Die Bubenarbeit ist eigentlich aus der Mädchenarbeit entstanden. Mädchenarbeit bedeutet, dass es Freiräume für Mädchen geben muss, wo sie sich selbst behaupten können und nichts erkämpfen müssen... weiter




Leuchtturm auf dem Freizeitareal "Sunken City" der Wiener Donauinsel. - © Joe Pesl/picturedesk.com

Leuchtturm

Maritime Sehnsüchte2

  • Leuchttürme erfüllen eine wichtige nautische und eine starke symbolische Funktion. Wien hegt eine ganz besondere Beziehung zu diesem Licht der Nacht.

Fast scheint es, als wäre er immer schon da gewesen: der Leuchtturm auf der Wiener Donauinsel, nahe der Reichsbrücke. Der runde weiße Turm mit Außentreppe reckt sich mächtig in die Höhe, rundherum viel Wasser und Himmel, perfekte Ingredienzien für ein weithin sichtbares Bauwerk... weiter




Lebenslange Blutobsession: Hermann Nitsch bei der Arbeit (1997). - © Leopold Nekula/Sygma via Getty ImagesVideos

Bildende Kunst

Der Mann, der immer schon alt war7

  • Zum 80. Geburtstag von Hermann Nitsch: Reflexionen über seinen radikalen künstlerischen Umgang mit Blut.

Dieser Künstler pflegt von sich zu sagen, dass er schon alt war, als er achtzehn war, und sich immer schon älter fühlte als seine Freunde. Das 21. Jahrhundert wird nicht um ihn, sondern um das Mobiltelefon herum gebaut. "Dieses ganze Gedränge der Technik, da mache ich nicht mit", sagt Nitsch... weiter




Jeder versuchte, die besten Sachen zu ergattern. . . - © Bauer

Flüchtlingskrise

Sommer der Gutmenschen17

  • Ende August 2015 erreichte die Flüchtlingskrise einen ersten Höhepunkt. Ein Erinnerungsmosaik.

Alles ging so los, dass wir keinen Polizisten fanden. Überall Menschen, aber nirgendwo Männer in Polizeiuniform. Wir verließen den Bahnhof, liefen durch die Straßen. Kein Polizist weit und breit. War das zu fassen? Wir kommen aus einem Land, in dem an jeder Ecke ein Polizist steht... weiter




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