• vom 02.05.2008, 13:43 Uhr

Kompendium

Update: 02.05.2008, 14:21 Uhr

Klima

Der Mythos der Erderwärmung




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Von Andreas Unterberger

  • Die Befunde neuester wissenschaftlicher Forschungen erschüttern die weit verbreitete Theorie vom Klimawandel

Steigt der Spiegel der Meere wirklich so sprunghaft an, wie oft behauptet wird? Foto: Bilderbox

Steigt der Spiegel der Meere wirklich so sprunghaft an, wie oft behauptet wird? Foto: Bilderbox Steigt der Spiegel der Meere wirklich so sprunghaft an, wie oft behauptet wird? Foto: Bilderbox

Wie nah ist er wirklich, der Untergang der Welt, der uns ständig prophezeit wird? Wie gefährlich sind die ständig wachsenden CO2-Emissionen einer ständig wachsenden Menschheit tatsächlich?


Diese Emissionen eines an sich völlig ungefährlichen Gases gelten ja neuerdings über den Umweg eines Glashauseffektes, der durch vermutete Rückkoppelungseffekte eskaliert, als der sichere Auslöser der Apokalypse. Die Begründungen für diese unheilbringende Kausalität liegen freilich in einer schwarzen Box verborgen, deren Inhalt niemand nachvollziehen kann. Auch die Politiker begreifen diese Kausalität nicht. Was sie aber nicht gehindert hat, die globale Erwärmung zu einer Art globalen Staatsreligion zu machen, die von allen geglaubt werden muss, und der alle Opfer bringen müssen. Die Boulevardzeitungen wie "Bild" oder "Krone" verstehen jene Kausalitäten zweifellos am allerwenigsten; was sie jedoch nicht hindert, als lauteste Verkünder des CO2-Weltuntergangs täglich die Minarette der Öffentlichkeit zu besteigen. Gleiches gilt für den ORF, der unter der gegenwärtigen Führung wie eine Außenstelle von Greenpeace & Co agiert, ohne Andersdenkenden Sendezeit zu Darlegungen ihrer Argumente einzuräumen.

Die Errungenschaften der Technik werden gerne für die Veränderungen des Weltklimas verantwortlich gemacht. Ob zu Recht, das ist die Frage. Foto: Bilderbox

Die Errungenschaften der Technik werden gerne für die Veränderungen des Weltklimas verantwortlich gemacht. Ob zu Recht, das ist die Frage. Foto: Bilderbox Die Errungenschaften der Technik werden gerne für die Veränderungen des Weltklimas verantwortlich gemacht. Ob zu Recht, das ist die Frage. Foto: Bilderbox

Wir haben es einfach hinzunehmen: Der Untergang naht durch CO2, weil es Greenpeace, ORF, "Krone" und einige Wissenschafter sagen. Wir haben den CO2-Schock als Wahrheit zu akzeptieren, so wie man in Osteuropa jahrzehntelang die wissenschaftliche Überlegenheit des Marxismus zu glauben hatte, im Nationalsozialismus die Rassenlehre, und in islamischen Ländern den Koran. So wie man unter Maria Theresia zu den katholischen Sakramenten zu gehen hatte, haben wir uns vor dem CO2-Dogma zu verbeugen.

Umso dankenswerter ist es, dass eine zunehmende Zahl von Wissenschaftern trotz großen medialen Druckes den Mut hat, kritische (oder überhaupt irgendwelche) Fragen zu stellen. Dass Wissenschafter die Inhalte dieser Black box, die in Wahrheit Computer und deren Programmierung sind, zu überprüfen beginnen. Dass sie es wagen, dabei auch Häresien gegen die neue Emissionsreligion zu begehen.

Ein Häretiker

EU-Politiker wie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel setzen auf Windkraft, deren Effizienz umstritten ist.Foto: AP/ Fabian Binner

EU-Politiker wie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel setzen auf Windkraft, deren Effizienz umstritten ist.Foto: AP/ Fabian Binner EU-Politiker wie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel setzen auf Windkraft, deren Effizienz umstritten ist.Foto: AP/ Fabian Binner

Die jüngste Häresie hat der deutsche Universitätsprofessor Horst-Joachim Lüdecke zu Papier gebracht. Der Physiker und Informatiker seziert in einem neuen Buch mit kühlem Kopf und der nüchternen Analysetechnik des Naturwissenschafters die vielen Behauptungen, die rund um die so dominant gewordenen Kohlendioxid-Ängste durch die öffentliche Diskussion und vor allem durch die offiziellen Berichte der UNO schwirren (einer bisher ja nicht als Hort objektiver Weisheit bekannten Institution).

Lüdecke schafft dabei den Spagat zwischen den strikten Regeln einer wissenschaftlichen Argumentation auf der einen Seite und der Bewahrung der Verständlichkeit auch für Nichtnaturwissenschafter auf der anderen. Sein Buch sollte zur Pflichtlektüre für alle werden, die mit den von der Politik zum Dogma erklärten UNO-Berichten zu tun haben oder die diese Berichte aus eigener Überzeugung für Zeugnisse unumstößlicher Wahrheit halten. Kein Umweltminister Europas dürfte künftig ohne Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen Lüdeckes bei internationalen Beschlüssen mitmachen. Zumindest dann nicht, wenn er seriös sein will.

Der Irrweg der Angst

Das Resümee Lüdeckes ist ein sehr klares, aber dennoch differenziertes: Er empfiehlt der Menschheit dringend sparsamsten Umgang mit ihren begrenzten Öl- und Gas-Vorräten (während übrigens die Kohle jedenfalls noch für etliche hundert Jahre hält). Er zeigt aber mit einer ganzen Reihe von Argumenten den Irrweg auf, den die Angst vor CO2-Emissionen und vor einer globalen Erwärmung darstellt.

Eindrucksvoll ist dabei der Abdruck der Namenslisten und Resolutionen Hunderter internationaler Wissenschafter, die sich schon öffentlich gegen die CO2-Panik gewandt haben - deren Resolutionen aber in der Öffentlichkeit sofort unter den Tisch gekehrt worden sind. Dadurch wird geschickt der Eindruck erweckt, die wissenschaftliche Welt stünde geschlossen hinter der CO2-Panik, und lediglich nicht ernstzunehmende Einzelgänger seien skeptisch.

Es geht aber nicht nur um wissenschaftliche Eitelkeiten. Denn diese Panik verhindert ja auch, dass sich die Menschheit den wirklich wichtigen globalen Herausforderungen zuwendet, wie Krankheiten, Analphabetentum oder der Tatsache, dass noch immer eine Milliarde Menschen über keine ausreichende Wasserversorgung verfügt.

Lüdeckes wissenschaftlicher Hauptvorwurf an die CO2-Panik-Computer: Ihre Ergebnisse seien Produkte des weitgehend willkürlichen Inputs der Programmierer und deren Annahmen - eine wissenschaftlich nachprüfbare Faktenbasis etwa durch Messungen hätten sie nicht. Diese Computermodelle, welche die UNO in so große Aufregung versetzen, können nicht einmal die klimatischen Entwicklungen in der Vergangenheit erklären. Wie wollen sie da glaubhaft das Klima in 50 oder 100 Jahren voraussagen? Die Wissenschaft schafft solches Zukunfts-Wissen ja nicht einmal für das Wetter in zwei Wochen (bei allen Erfolgen der Fünftages-Prognosen in letzter Zeit).

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Dokument erstellt am 2008-05-02 13:43:47
Letzte Änderung am 2008-05-02 14:21:00


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