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Das Denkmal für den Reformator Martin Luther neben dem Turm der Stadtkirche auf dem Markt in Wittenberg. - © APAweb/dpa, Hendrik Schmidt

Lutherjahr 2017

Der fremde Ahnherr3

  • Die evangelische Kirche hat sich im Gedenkjahr "500 Jahre Reformation" gut dargestellt, doch ist fraglich, ob die historische Gestalt Martin Luthers dabei nicht missverstanden wurde.

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen über den Ablasshandel, das Bußetun und das Papsttum. Es wurde und wird gern erzählt, der Augustinermönch habe seine Schrift eigenhändig mit wuchtigen Hammerschlägen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche genagelt, aber das ist wohl eine der vielen Legenden... weiter




Auch Ordensleute haben Facebook: Der Franziskanerpater Martin Bichler beweist auf diesem von ihm geposteten Foto seinen guten Draht beziehungsweise Seil nach oben. - © privat

Ordensleute

Witze und Streiche in der Klosterzelle10

  • 5183 Ordensleute gibt es in Österreich. Dass sie mit dem Anlegen des Habits nicht ihren Humor ablegen, zeigen Beispiele wie jenes vom fidelen Pater Martin.

"Das ist weder ein Theater noch ein Casino. Sie haben den Chor verdorben und die Kirche entweiht!" Mit diesen harschen Worten wusch 1992 in "Sister Act" die Mutter Oberin Schwester Mary Clarence alias Deloris Van Cartier den Kopf, nachdem das im Zeugenschutzprogramm als Nonne getarnte Showgirl mit dem Klosterchor die Heilige Messe gerockt hatte... weiter




"Robot Couture", ein Exponat in Cyborg-Outfit von Thierry Mugler, New York 2006. - © Robyn Beck/afp

Transhumanismus

Biotechnologischer Stalinismus?12

  • Der Transhumanismus will die Grenzen der Biologie sprengen und den Menschen zum "Cyborg" aufrüsten. Unklar ist, ob dabei mehr Emanzipation oder Unterjochung herauskommt.

Es ist schon eine seltsame Koinzidenz: Während sich in Washington die Dystopie eines militärisch-industriellen Komplexes materialisiert, in dessen Mitte ein Baulöwe und Reality-TV-Star zum Abbruchunternehmer des Westens mutiert, entwickeln die En-trepreneure aus dem Silicon Valley die Utopie, die Menschheit auf die nächste zivilisatorische Stufe zu... weiter




Raffaels berühmtes, 7,70 m breites Fresko "Die Schule von Athen" (1510 bis 1511 im Vatikan für Papst Julius II. verfertigt), das im Sinne der Renaissance das antike Denken als Ursprung der europäischen Kultur, ihrer Philosophie und Wissenschaften verherrlicht. - © gemeinfrei

Philosophie

"Du kannst alles, was du willst"12

  • Die Philosophie des italienischen Humanismus gehört zu den Grundlagen des modernen Denkens. Denker wie Petrarca oder Pico della Mirandola entwickelten eine neue Vorstellung von der Würde des Menschen.

"In der Renaissance erhebt sich in Italien mit voller Macht das Subjektive, der Mensch wird geistiges Individuum und erkennt sich als solches", schrieb der Historiker Jacob Burckhardt in seinem Standardwerk "Die Kultur der Renaissance in Italien". Mit dieser Hinwendung zum Individuellen vollzog sich der Epochenbruch zum "dunklen Mittelalter"... weiter




Ferdinand Hodler: "Der Genfersee von Chexbres aus" (1905). Kunstmuseum Basel, Ankauf mit Mitteln des Birmann-Fonds. - © Kunstmuseum Basel/Martin P. Bühler

Mäzenatentum

"Me git, aber me sait nyt"8

  • Die Schweizer sind auch als Mäzene Weltspitze. Eine Erkundung in der Philanthropen-Hochburg Basel.

Die Schweizer stehen nicht eben im Ruf, prunksüchtig zu sein. Sozialen Rang und Vermögen nach außen hin zu bekunden, entspricht nicht dem Stil der Eidgenossen. Wer hat, der zeigt es nicht - oder pflegt es zu geben, und zwar im Sinne der Gemeinnützigkeit. Ein idealer Ort, dem Schweizer Mäzenatentum und Stiftungswesen nachzuspüren... weiter




Die einstige Pracht der bulgarischen Hauptstadt lässt sich nur noch erahnen. - © Veser

Bulgarische Literatur

Ein Schauplatz für gute Bücher1

  • Von der kommunistischen Literaturkritik als Ort des sozialen Elends verdammt, ist die Hauptstadt Sofia heute der mit Abstand beliebteste Ereignisort in der bulgarischen Gegenwartsliteratur.

Wie Sofia gegen Ende des 19. Jahrhunderts aussah, hat der Tiroler Maler Josef Oberbauer in zahlreichen Gemälden festgehalten. Bescheidene Häuser prägten das Erscheinungsbild, die wenigsten Straßen und Plätze waren gepflastert, der Ort wirkte sehr ländlich. Nach einem halben Jahrtausend Osmanenherrschaft fiel die architektonische Bilanz bescheiden... weiter




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