• vom 06.07.2018, 15:00 Uhr

Gemeine


Ausstellung im Literaturhaus Wien

Jung-Wien in Zeitungsausschnitten




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Autorengruppe nahm Einfluss auf Zeitgenossen und Nachgeborene.
  • Schriftsteller Jakob J. David war auch Redakteur der "Wiener Zeitung".



Jakob J. David war Feuilletonist in unserem Blatt (Faksimile aus "WZ"-Spätausgabe "Wiener Abendpost", 25. Mai 1905). Eine Schau im Literaturhaus Wien (r.o.) stellt ihn als Jung-Wien Autor vor. 

Jakob J. David war Feuilletonist in unserem Blatt (Faksimile aus "WZ"-Spätausgabe "Wiener Abendpost", 25. Mai 1905). Eine Schau im Literaturhaus Wien (r.o.) stellt ihn als Jung-Wien Autor vor. © Bilder: Literaturhaus Wien/Archiv Jakob J. David war Feuilletonist in unserem Blatt (Faksimile aus "WZ"-Spätausgabe "Wiener Abendpost", 25. Mai 1905). Eine Schau im Literaturhaus Wien (r.o.) stellt ihn als Jung-Wien Autor vor. © Bilder: Literaturhaus Wien/Archiv

Eine aktuelle Ausstellung im Literaturhaus Wien nimmt unter anderem den kaum bekannten Schriftsteller Jakob Julius David in den Blick. Dieser Jung-Wien-Autor ließ das Geschichtsfeuilleton aufhorchen, war er doch ab 1903 unter dem damaligen Chefredakteur Dr. Eugen Guglia Mitarbeiter der "Wiener Zeitung". Unser Blatt sicherte damit dem "materiell schwer ringenden Meister der österreichischen Novelle", wie er in einer "WZ"-Festschrift genannt wurde, ein Auskommen.

Der vergessene Literat gibt Anlass, die Exponate umso genauer zu inspizieren. Der folgende Text, der durch die Schau führt, stammt von Dr. Thomas Ballhausen (als Leiter der dortigen Pressedokumentationsstelle ist er dem Tüftlerkreis bereits bekannt; im Dezember 2017 stellte er seine Abteilung vor):

Schnitzler, Salten & Co.

Mit Jung-Wien verbindet man klingende Namen wie Arthur Schnitzler, Felix Salten, Hugo von Hofmannsthal, Karl Kraus, Hermann Bahr oder Peter Altenberg. Über die Jahre veränderten sich nicht nur die Zusammensetzung dieses losen Verbunds, sondern auch die literarischen Ansätze der involvierten Schriftsteller - die selbst nicht selten im Konflikt miteinander lagen.

Angesiedelt an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert war Jung-Wien in sich wandelbar und mitunter widersprüchlich. Die Gruppe - eingebettet in das Abrücken vom Naturalismus der sogenannten Wiener Moderne - war um eine Erneuerung der Literatur bemüht, die ihre Existenzberechtigung nicht mehr über eine möglichst getreue Abbildung der Wirklichkeit begründen wollte.

Eine Kunst dieser Art, die sich selbst Begründung genug war und doch nicht vor gesellschaftskritischen Themen zurückscheute, konnte verstärkt einen Fokus auf das Unbewusste, auf Stimmungen und Sprachsensibilität legen. Die internationale Wirkung dieser Literaten, auch wenn sich ihre Wege nach und nach trennten, ist kaum zu überschätzen.

Unterirdischer Himmel

Im Rahmen einer vom Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie organisierten Reihe von Veranstaltungen (s. "Nota bene" r. u. auf dieser Seite, Anm.) wird nun die Geschichte von Jung-Wien in allen ihren Facetten aufgerollt: Das Literaturhaus Wien hat sich entschieden, die Wirkung der Autorengruppe auf die österreichische Literatur nach 1945 anhand von drei ausgewählten, sehr unterschiedlichen Paarungen beispielhaft darzustellen: Arthur Schnitzler (1862-1931) und Werner Schwab (1958-1994), Jakob Julius David (1859-1906) und Karl-Markus Gauß (geb. 1954) sowie Felix Salten (1869-1945) und Oswald Wiener (geb. 1935).




weiterlesen auf Seite 2 von 3




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-05 10:31:49
Letzte Änderung am 2018-07-05 12:06:08


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Rotkäppchen und der böse Fritz
  2. "Diarium" beim Tag des Denkmals
  3. Hie Bibelleser, da Friedensstörer
  4. Zehn Küchen und ein Riesenkeller
  5. Auf Biegen und Brechen
Meistkommentiert
  1. Gute Zeiten, schlechte Zeiten . . .
  2. K.u.k. Oasen - eine Fata Morgana
  3. Zehn Küchen und ein Riesenkeller
  4. Predigt des rechnenden Denkers

Werbung





Werbung