• vom 02.12.2017, 09:29 Uhr

Nachgelesen


Fundstück

Stramme Haltung in der Monarchie




  • Artikel
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief







    © Bild: WZ-Archiv. Faksimile: Moritz Szalapek. © Bild: WZ-Archiv. Faksimile: Moritz Szalapek.

    Ein nachlässiges Herumlümmeln kam mit diesem Accessoire nicht in Frage: Hosenträger - und erst recht k.k. Hosenträger! - brachten den Mann, wie den hier abgebildeten Herrn vor dem Spiegel, in eine aufrechte, stramm-militärisch anmutende Haltung. Nicht umsonst wurde das Produkt in dieser am 4. Dezember 1886 in der "Wiener Zeitung" geschalteten Reklame auch "Geradehalter" genannt. Die stets unter einer Weste versteckten Hosenträger waren bis ins 20. Jahrhundert hinein unverzichtbarer Bestandteil einer ordentlichen Herrengarderobe. Erst gegen Ende der Monarchie setzte sich, einhergehend mit dem Weglassen der Weste und einer überhaupt etwas sportlicheren Fasson, der Gürtel durch. Immer öfter sah man Gentlemen nun auch hemdsärmelig, nicht nur auf dem Tennisplatz. Ob es Zufall ist, dass der Niedergang der Hosenträger mit jenem der Monarchie zusammenfällt? (rei)





    Schlagwörter

    Fundstück, Zeitreisen

    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2017-12-01 12:53:12
    Letzte ńnderung am 2017-12-01 13:05:15



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Fremde Sprachen, hiesige Krimis
    2. Ein Pflanzentrunk statt Aderlass
    3. Eine Bluttat in der Bäckerstraße
    4. Gute Zeiten, schlechte Zeiten . . .
    5. Liederfürst und "Schwammerl"
    Meistkommentiert
    1. Ein Pflanzentrunk statt Aderlass
    2. Eine Bluttat in der Bäckerstraße
    3. Sozialstaatsutopie in Handarbeit
    4. Gute Zeiten, schlechte Zeiten . . .

    Werbung





    Werbung


    Werbung