Alexander Matytsyn (CEO Lukoil International GmbH) und Ministerin Margarete Schramböck in der Europazentrale von Lukoil Lubricants in Wien-Lobau. 
- © Pawel

Alexander Matytsyn (CEO Lukoil International GmbH) und Ministerin Margarete Schramböck in der Europazentrale von Lukoil Lubricants in Wien-Lobau.

- © Pawel

Nach der Übernahme des Schmierstoffgeschäfts der OMV AG verlegte Lukoil 2014 seine Europazentrale für die Tochter Lukoil Lubricants nach Wien-Lobau. Seither hat der hinter Gazprom zweitgrößte russische Öl- und Gasriese in Wien kräftig investiert, nicht nur in Gebäude für das neue Schmierstoffe-Headquarter an der Donau. Bei einem Besuch des Unternehmens informierte sich Österreichs Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) nun über weitere Pläne. Ein Teil der Gespräche mit hochrangigen Lukoil-Vertretern waren auch die "Sustainable Development Goals" (SDGs) der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.

Lukoil habe in der jüngeren Vergangenheit auf internationaler Ebene ein deutliches Bekenntnis zu den SDGs abgegeben und forciere die Implementierung sowie Maßnahmen rund um die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele auch in Österreich, so das Unternehmen. Ökologische Aspekte, wie die Teilnahme am Ökoprofit-Programm der Stadt Wien, seien dabei ebenso ein wesentliches Thema, wie gesellschaftliches Engagement und die Unterstützung sozialer Initiativen. Dazu gesellen sich Kooperationen im Bildungsbereich etwa mit der Montanuniversität Leoben und der TU Wien.

Oleg Tolochko, Managing Director von Lukoil Lubricants Europe, konkretisierte bei Schramböcks Besuch die Investitionen in die Wiener Europazentrale: "Die Inbetriebnahme einer eigenen Schiffsanlegestelle im Jahr 2016 oder der Photovoltaik-Anlage im September dieses Jahres sind Teil der laufenden Bemühungen und Investitionen im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Die neue Schiffsanlegestelle und die Zulieferung per Binnenschiff ermöglichte uns allein im ersten Jahr eine Einsparung von 500 Tonnen CO2. Die Photovoltaikanlage soll in den kommenden Jahren noch erweitert werden, um dann bis zu 40 Prozent unseres Energiebedarfs vor Ort abzudecken."

Wien als Hub für Europas Kernmärkte

Mit einer Jahresproduktion von aktuell rund 60.000 Tonnen Schmiermittel wurde in Wien ein wichtiger Hub für die europäischen Kernmärkte geschaffen, so Lukoil. Zusätzlich investiere man in Forschung und Entwicklung innovativer Schmiermittel sowie in Nachhaltigkeitsprojekte. Die Innovationen im Produktionsbetrieb würden Lukoil die Grundlage für das so genannte "First Fill"-Geschäft in Wien eröffnen – das ist die Grundausstattung von neuen Automobilen mit Motoröl.

Lukoil hat in den vergangenen Jahren sein Engagement in Österreich stetig ausgebaut. Alexander Matytsyn, CEO der ebenfalls in Wien angesiedelten Lukoil International GmbH, in der das Auslandsgeschäft des Konzerns gebündelt ist, betont die Bedeutung Österreichs als Standort für das Gesamtunternehmen. Auch mit der Ende 2017 durchgeführten Kapitalerhöhung um 6,2 Mrd. Euro bei Lukoil International habe man dafür ein klares Bekenntnis abgegeben.

Ministerin Schramböck unterstrich das Ziel ihres Ressorts, hochwertige Arbeitsplätze und Investitionen ins Land zu holen. Das Beispiel Lukoil zeige sich als Win-Win-Situation für Unternehmen und Wirtschaftsstandort. Einerseits seien es wichtige ökonomische Impulse für Wien, andererseits untermauere die deutliche Umsatzsteigerung von Lukoil Lubricants im Jahr 2017 (plus 56 Prozent), dass dieses finanzielle Engagement auch für das Unternehmen wesentlichen Mehrwert schaffe.