Auf Initiative Kaiser Leopolds I. gegründet, erschien die Wiener Zeitung erstmals am Mittwoch, den 8. August 1703, vorerst unter dem Namen Wiennerisches Diarium, den sie bis 1780 beibehielt. Im Todesjahr Maria Theresias erhielt sie den Namen Wiener Zeitung, unter dem das Blatt ohne Unterbrechung, abgesehen der dunklen Jahre der Geschichte vom 1. März 1940 bis 21. September 1945, bis heute erscheint.

Ausgestattet mit kaiserlichen Privilegien erschien sie, gleich den Ordinari-Zeitungen des 17. Jahrhunderts, zunächst "posttäglich" zweimal wöchentlich, gegen Ende des 18. Jahrhunderts dreimal und nach den napoleonischen Kriegen als Tageszeitung.

Die Wiener Zeitung war stets ein politisches Blatt, eineinhalb Jahrhunderte sogar führend auf dem österreichischen Zeitungsmarkt, immer bestrebt, die Zeitereignisse wahrheitsgemäß und objektiv darzustellen. Wo dies in Einzelfällen nicht gelang, lag die Schuld nicht bei der Redaktion, sondern waren Gründe der Staatsraison maßgebend.

Die Frage liegt nahe, warum der Name Wiennerisches Diarium, in Wiener Zeitung und nicht etwa in "Österreichische Zeitung" umgewandelt wurde, zumal es sich um das Organ handelte, dessen offizieller Charakter für das ganze Reichsgebiet zuständig war. Grund war, dass Wien der Mittelpunkt des Reiches war und nicht die einzelnen Länder. Diese zentrale Stellung der Stadt als Sitz des Kaisers wurde so im Titel "seiner" Zeitung manifestiert.

Historie der Wiener Zeitung Gruppe

  • 1703   Gründung "Wiennerisches Diarium"
  • 1728   Amtliche Nachrichten im "Wiennerischen Diarium"
  • 1780   Umbenennung in "Wiener Zeitung"
  • 1812   Amtliche Nachrichten erscheinen unter dem Titel   "Amtsblatt"
  • 1938   Einstellung der Redaktion "Wiener Zeitung"
  • 1939   Einstellung des Amtsblatts
  • 1945   Wiederkunft "Wiener Zeitung/Amtsblatt"
  • 1995   Wiener Zeitung geht online
  • 1998   Abspaltung von der Österreichischen Staatsdruckerei, Umwandlung in Wiener Zeitung GmbH
  • 1999   Amtsblatt geht online
  • 2000   Gründung "Wiener Zeitung Digitale Publikationen GmbH"
  • 2002   "Auftrag.at GmbH & Co. KG" Zukauf
  • 2010   Umbenennung in "Auftrag.at Ausschreibungsservice GmbH"
  • 2014   Eingliederung der Tochter Auftrag.at in die WZDP
  • 2015   Gründung Serviceportal "Auszug.at" im Rahmen der WZDP
  • 2016   Wiener Zeitung erhält ein Redaktionsstatut
  • 2018   Schwerpunktjahr 100 Jahre Republik Österreich
  • 2018   e-Paper neu

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