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Wenn Männer Frauen töten

Genese

Femizide, also Morde von Männern an Frauen, stehen in Österreich in einem direkten Zusammenhang mit Mängeln im System: einerseits in der Prävention und andererseits im Umgang mit häuslicher Gewalt. Das führt zu unzureichenden rechtlichen und sozialen Unterstützungsstrukturen für betroffene Frauen. Journalist Rafael Gindl spricht mit einer von häuslicher Gewalt Betroffenen, holt Expert:innen-Meinungen ein und fragt bei den politischen Playern nach.

Gesprächspartner:innen

  • Ada Hanife, Betroffene

  • Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin Verein autonome Österreichischer Frauenhäuser

  • Männer beim Männerlauf

  • Alexander Haiden, Männerberater und Psychiater

  • Gaia Gentilotti, Künstlerin

Drehorte

  • Männerlauf

  • Blauer Salon

  • Praxis von Alexander Haiden

Daten und Fakten

  • Die mit Abstand meisten Femizide werden in Österreich von (Ex-)-Partnern der Opfer begangen. Laut einer Studie des ­Instituts für Konfliktforschung, die die Femizide in Österreich untersucht hat, waren die Partner in 74 Prozent der Fälle die Täter. Bei rund 30 Prozent dieser Morde war demnach eine Trennung ausschlaggebend.

  • Im Jahr 2022 wurden laut polizeilicher Kriminalstatistik 29 Frauen – häufig von ihren (Ex-)Partnern oder Familienmitgliedern – ermordet. Davor gab es im Jahr 2018 einen Höchststand von 41 Morden an Frauen. Zum Vergleich: 2014 wurden 19 Frauen umgebracht. Es kam also in diesem Zeitraum zu mehr als einer Verdoppelung der ermordeten Frauen. Monatlich werden mittlerweile etwa drei Frauen ermordet. Im Jahr 2023 wurden bereits 28 Frauen ermordet, davon waren es 26 Femizide, und es gab 48 Mordversuche bzw. Fälle schwerer Gewalt an Frauen (Stand: 11.12.2023).

Quellen

Das Thema in der Wiener Zeitung

Das Thema in anderen Medien