Foto: APA/AFP

Dossier
Filmfestival Venedig
Die 75. Auflage der Filmfestspiele von Venedig geht heuer vom 29. August bis 8. September 2018 über die Bühne. Die Filmbiografie über Neil Armstrong ist eines von 21 Werken, die um die Goldenen Löwen rittern. Ein österreichischer Film ist heuer nicht am Start. Aus österreichischer Sicht interessant interessant: Die Premiere von "Introduzione all'oscuro" des argentinischen Regisseurs Solnicki, der eine Hommage an Hans Hurch geschaffen hat. Die Wiener Zeitung begleitet das Festival vor Ort mit Text- und Video-Beiträgen.
Link: La Biennale di Venezia

Kommentar

Verkehrte Netflix-Welten5

Dass mit "ROMA" am vergangenen Samstag die erste Netflix-Produktion einen Hauptpreis bei einem A-Filmfestival abgestaubt hat, ist bemerkenswert: Der Goldene Löwe für Alfonso Cuarons elegisches Eintauchen in die eigene Jugendzeit in Mexiko ist für den zweifachen Oscar-Preisträger ("Gravity") ein weiterer Karrieren-Meilenstein... weiter




Alfonso Cuaron mit seinem Löwen für "Roma". - © APAweb/AP,Wigglesworth

Auszeichnung

Goldener Löwe für "Roma"3

  • Colman zur besten Schauspielerin, Dafoe zum besten Schauspieler gekürt, Österreicherin reüssierte in Nebenschiene.

Venedig. Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an die Netflix-Produktion "Roma" des Mexikaners Alfonso Cuaron. Das teilte die Jury am Samstagabend mit. Die Schwarz-Weiß-Ode Cuarons an sein Kindermädchen wurde damit als Bester Film ausgezeichnet. Cuaron, der zuvor zwei Oscars für das Weltraumdrama "Gravity" gewann... weiter




Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt. - © Wiener Zeitung, Katharina Sartena

Filmfestival Venedig

So viele Stars wie noch nie

  • Cronenberg, Wiseman, Portman oder Swinton: In Venedig lassen sich heuer außergewöhnlich viele Stars blicken.

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Brutale Realität: "The Nightingale". - © Festival Venedig

Film

Die Qual der Wahl5

  • Finale der Filmfestspiele Venedig: Die Auswahl an würdigen Preisträgern ist so groß wie lange nicht.

Venedig. Die Jury beim 75. Filmfestival von Venedig hat es nicht leicht: So üppig wie dieses Jahr ist die Anzahl der preiswürdigen Filmbeiträge im Wettbewerb um den Goldenen Löwen, der hier am Lido von Venedig am Samstagabend im Rahmen einer glanzvollen Gala vergeben wird, sonst nie. Bei all den hochkarätigen Filmen (und ihren Stars... weiter




Regisseur Paul Greengrass - © Katharina Sartena

Filmfestival Venedig

Zu wenig Mut zur Angst5

  • "22. Juli" von Paul Greengrass ist heuer schon der zweite Film, der sich mit dem Massaker von Anders Breivik befasst.

Paul Greengrass ist ein Spezialist für Filme über spezielle Ereignisse. Nicht umsonst wurde der Brite mit Filmen wie "Bloody Sunday" (2002) über den irischen Blutsonntag von 1972 und "Flug 93" (2006) über den vierten Terrorflieger von 9/11 bekannt. Das Spezielle an seinen Arbeiten über diese Katastrophen und ihre Folgen war die Unmittelbarkeit... weiter




Natalie Portman: "Der Terror und die Attentate an den Schulen fühlen sich fast an wie ein Bürgerkrieg. Diese Schul-Anschläge verbreiten psychologische Traumata in unserem Land". - © KSARTENA

Filmfestival Venedig

Meisterstück über die Angst9

  • Natalie Portman brilliert in Brady Corbets Regiearbeit "Vox Lux". Ein aufreibender Höhepunkt des Filmfestivals von Venedig.

Es war der vielleicht gewagteste Film dieses Festivals. Vor allem, weil er schrill-hysterisch und relativ unverstellt von etwas berichtet, das uns alle angeht, auch, wenn es vorderhand nicht so scheint: "Vox Lux" von Schauspieler Brady Corbet, gerade einmal 30 Jahre alt, bisher hauptberuflich Schauspieler (unter anderem spielte er in Hanekes... weiter




Popstar im Bann der Terror-Angst: Natalie Portman als Sängerin in dem fesselnden Film "Vox Lux". - © Festspiele Venedig

Festivalbericht

Alle leben für die Kunst6

  • Beim Filmfestival von Venedig bergen heuer sogar Enttäuschungen hochkarätige Überraschungen.

Bei jedem Festival gibt es Enttäuschungen und Überraschungen, aber selten waren diese so hochkarätig wie beim 75. Festival von Venedig, das sich dank des Netflix-Banns von Cannes mit besonders vielen prominenten Filmemacher-Namen schmücken darf, weil etliche von ihnen ihre neuen Projekte über die Streaming-Portale finanzieren konnten... weiter




Vince Vaughn stellt in Venedig seinen neuen Film vor. - © Katharina Sartena

Vince Vaughn

Verliebt in seinen Job11

  • Der Schauspieler stellte in Venedig den Cop-Krimi "Dragged Across Concrete" vor.

Wer Vince Vaughn gegenüber sitzt, der muss zunächst einmal vor Ehrfurcht erstarren, allein schon ob der Größe des Gegenübers. Es wirkt, als wäre der Schauspieler gut einen Kopf größer als man selbst, egal wie groß man ist (oder sich fühlt). Auch Mel Gibson ist Vince Vaughn größenmäßig unterlegen, es steht 1,77 Meter zu 1,96 Meter... weiter




Mike Leigh: "Ich nehme lieber das Geld der Kapitalisten, um einen wichtigen Film über Demokratie zu drehen, als gar keinen Film drehen zu können". - © KSARTENA

Filmfestspiele Venedig

Demokratie-Traktat mit Kapitalisten-Geld11

  • Mike Leigh im Interview: "Ja, die Mühen meines Lebens haben sich ausgezahlt".

"Eigentlich", sagt Mike Leigh, "könnte ich für den Rest meines Lebens im Bett liegen bleiben und nichts mehr tun. War es das alles wert, was ich gedreht habe? Ich weiß es nicht, das müssen Sie beurteilen". Nachsatz: "Aber ich bleibe nicht im Bett und ich drehe weiter, denn wenn es nur einem da draußen gefallen hat, ja, dann war es diese Mühen wert"... weiter




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Von Tanz und Terror

Dakota Johnson spielt eine junge amerikanische Tänzerin im Berlin des Jahres 1977. - © Amazon Studios Der Begriff Remake ist im Mainstream inzwischen die Auszeichnung für größtmögliche Phantasie- und Ideenlosigkeit. Das gilt allerdings nicht für die... weiter




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Neu im Kino

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Der zweite von fünf Teilen der "Phantastischen Tierwesen" spielt im Jahre 1927. Zuvor wurde der Zauberer Grindelwald enttarnt und festgenommen... weiter






Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher

"Der Bauerntanz", entstanden um 1568. Das Tutu ist das Spezifikum der Ballerina, die elfengleich über die Bühne schwebt.

Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959. Bille August.