- © Kieser Training
© Kieser Training

Zwischen den Motoren unseres Lebens und einem funktionierenden Immunsystem besteht ein physiologischer Zusammenhang. Neben direkten Wirkungen arbeitender Muskeln durch Gewebshormone wird insbesondere unser Stoffwechsel verbessert. Speziell ein gut eingestellter Insulinspiegel scheint dabei ein Schlüsselfaktor zu sein.

Muskulatur als körpereigene Apotheke

Wir dürfen unsere Muskeln nicht nur als "Motoren" sehen, die Kraft entwickeln. Denn die Medizin hat in den letzten Jahren deren Funktionen stetig weiter entschlüsselt. Aktive Muskulatur gibt wichtige Informationen an jede unserer Körperzellen weiter. Dies geschieht durch hunderte hormonähnliche Botenstoffe, sogenannte Myokine. Eine spezifische Funktion, insbesondere der sogenannten Interleukine, ist der Einfluss auf unser Immunsystem, vergleichbar mit einem Katalysator. Botenstoffe unserer Muskeln beeinflussen dadurch sowohl zelluläre als auch plasmagebundene Abwehrreaktionen. Sie sind zugleich Gegenspieler der Adipokine, krankheitsfördernder Substanzen aus unserem Fettgewebe, die chronische Entzündungen entfachen können. Interleukin 6, das wohl am besten erforschte Myokin, stimuliert direkt die Bildung neuer Abwehrzellen und wirkt dazu noch entzündungshemmend. Der Zustand unserer Muskulatur hat auf diesem Weg sogar einen großen Einfluss darauf, wie alt wir biologisch sind.

Als größtes Stoffwechselorgan neben der Leber spielt eine kräftige Muskulatur eine Schlüsselrolle für einen funktionierenden Zucker- und Fettstoffwechsel. 
- © Kieser Training / Holger Vanselow

Als größtes Stoffwechselorgan neben der Leber spielt eine kräftige Muskulatur eine Schlüsselrolle für einen funktionierenden Zucker- und Fettstoffwechsel.

- © Kieser Training / Holger Vanselow

Training gegen Insulinresistenz

Muskeln nehmen Zucker aus dem Blut auf und bevorraten diesen als Treibstoff in Form von Glykogen. Werden unsere Motoren jedoch zu selten angeworfen oder ist deren Lagerkapazität – konkret unsere Muskelmasse – zu klein, dann sind die Speicher sehr schnell voll. Der Blutzucker steigt dadurch an. Trotz reaktiv höherem Insulinspiegel, der normalerweise die Türen der Muskeln wieder öffnet, bleiben sie nun wegen Überfüllung geschlossen. Wir sprechen in dieser Situation von einer Insulinresistenz, die gleichzeitig Blutzucker, Insulinspiegel und unsere Blutfette, in die der Zucker nun umgewandelt wird, pathologisch erhöht. Selbstverständlich spielen auch unsere Ernährung und die Energiebilanz hier eine große Rolle. Es entsteht so eine fatale Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck sowie erhöhtem Blutzucker und Blutfetten, das sogenannte metabolische Syndrom, auch tödliches Quartett genannt. Dieses hat in allen Industrieländern das Ausmaß einer wahren Epidemie erreicht, an die wir uns aber leider gewöhnt haben.

Schutz vor Zivilisationskrankheiten und Infektionen

Wer seine Muskulatur erhält und diese regelmäßig nutzt, beugt einer Insulinresistenz wirksam vor. Körperliche Aktivität schützt so effektiv vor Altersdiabetes und Herz- Kreislauferkrankungen. Und wer stark ist, erhöht seine Lebenserwartung. Die optimale Einstellung unseres Stoffwechsels durch regelmäßige körperliche Aktivität sowie ein gezieltes Training der Muskulatur gelten als beste Voraussetzungen für den Erhalt unserer Gesundheit. Dazu sind Muskeln noch die größten Proteinspeicher und damit substanzielle Basis für den schnellen Aufbau neuer Immunzellen, wenn dies bei einer Infektion notwendig wird. Ein Verlust der Motoren unseres Lebens durch Inaktivität oder hohes biologisches Alter hat dagegen zwangsläufig eine Reduzierung unserer Abwehrkraft zur Folge.

Dr. med. Frank Horlbeck

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene jede Woche mindestens zweieinhalb bis fünf Stunden moderate körperliche Aktivität und zusätzlich zweimal pro Woche ein gezieltes Krafttraining. Wer mit Krafttraining beginnt, sollte sich jedenfalls von einem qualifizierten Trainer anleiten lassen.


Bei Kieser Training unterstützt das geschulte Fachpersonal die Mitglieder von der ersten Stunde an professionell und mit großer Hingabe. 
- © Kieser Training

Bei Kieser Training unterstützt das geschulte Fachpersonal die Mitglieder von der ersten Stunde an professionell und mit großer Hingabe.

- © Kieser Training



Kieser Training – 8 x in Österreich

Wien-Praterstern
Praterstern 3, 1020 Wien
+43 1 214 80 80

Wien-Neustiftgasse
Neustiftgasse 73-75, 1070 Wien
+43 1 523 78 78

Wien -Julius-Tandler-Platz
Julius-Tandler-Platz 3, 1090 Wien
+43 1 319 77 70

Wien-Hauptbahnhof
QBC 2a / Am Belvedere 10, 1100 Wien
+43 1 505 85 85

Wien-Schönbrunn
Grünbergstraße 15, 1120 Wien
+43 1 810 80 80

Kieser Training Graz
Babenbergerstraße 2, 8020 Graz
+43 316 72 25 55

Kieser Training Linz
Hamerlingstraße 44, 4020 Linz
+43 732 66 01 66

Kieser Training Salzburg
Sterneckstraße 11, 5020 Salzburg
+43 662 87 28 18

Mehr Informationen zum Kieser Training finden Sie hier.