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Gamification: Spielend zur Bildung. Kreativität, Motivation, Identität?

Eine Kooperation der Wienbibliothek im Rathaus, der Wiener Zeitung und der Universität für angewandte Kunst Wien.

"Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt".  Diesem Zitat von Friedrich Schiller aus dem Jahr 1795, kommt heute mehr Bedeutung denn je zu. Die Kraft des Spiels hat bei den Menschen seit jeher, in einer ganz speziellen Weise, zur Aneignung der Welt geführt.

In der Bildungsdebatte scheint das Zauberwort "Gamification" als Resultat der Digitalisierung der Welt endgültig angekommen zu sein. Gamification soll die Kreativität fördern, neue Lernzugänge und -erfolge schaffen und identitätsstiftend sein. Das etablierte Bestrafungssystem über Noten könnte durch ein Belohnungssystem über Anreize verändert werden.

Der Spieltrieb der Menschen wird aber auch in spielfremden Zusammenhängen benutzt, um  Verhaltensänderungen und Motivationssteigerungen zu bewirken. Die Palette reicht dabei von der  Konsumwelt, dem Umweltbewusstsein bis hin zur Steigerung des Unternehmenserfolges. Künstliche Anreiz- und Punktesysteme stehen dabei im  Mittelpunkt.

Es besteht die immanente Gefahr der Manipulation, denn Spiele sind ein Millionenmarkt für Millionen an Konsumenten. Das Gefährlichste daran ist aber, dass einem vorgemacht wird, dass es zwei Welten gäbe: die reale und die virtuelle.

Termin: 10. Oktober 2022; 18:30 – 20:00 Uhr

Ort: Universität für angewandte Kunst Wien, Vordere Zollamtsstraße 7, 1030 Wien

Live-Stream: www.wienerzeitung.at/digitalerhumanismus

Begrüßung und Einführung: Anita Eichinger,  Direktorin der Wienbibliothek; Martin Fleischhacker, Geschäftsführer der Wiener Zeitung

Podium: Ruth Mateus-Berr, Kunst & Design Erzieherin, Universität für angewandte Kunst Wien Eugen Pfister, Historiker und Politikwissenschaftler, Hochschule der Künste Bern

Moderation: Walter Hämmerle, Chefredakteur Wiener Zeitung

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine verbindliche Anmeldung mit Ihrem Namen ist notwendig.