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Der Neubeginn der Philosophie und Psychologie 1922 mit Moritz Schlick, Charlotte und Karl Bühler in seiner Gegenwartsbedeutung.

Dialogic: Eine Diskussionsreihe der "Wiener Zeitung", der Österreichischen Ludwig Wittgenstein Gesellschaft und der Wienbibliothek im Rathaus

Vor hundert Jahren erfolgte die Berufung von Karl Bühler und Moritz Schlick auf philosophische Lehrstühle der Universität Wien. Das war der Beginn eines Aufbruchs der wissenschaftlichen Philosophie und Psychologie mit der Etablierung zweier weltberühmter "Schulen" in der Zwischenkriegszeit: einerseits die Kognitions- und Sprachpsychologie, andererseits die Philosophie des Logischen Empirismus, bekannt als "Wiener Kreis".

Mit dem Wirken von Charlotte Bühler wurde die Entwicklungspsychologie etabliert und der Weltruhm der Wiener Psychologie um das Ehepaar Bühler auch durch das Pädagogische Institut der Stadt Wien begründet. Beiden Strömungen war der Fokus auf die Sprache, sowie die empirische und experimentelle Ausrichtung mit interdisziplinärer Methode gemeinsam – was auch zur Zusammenarbeit in Forschung und Lehre führte.

Ein zentrales Thema war die Gestalttheorie, formuliert seit Lao-Tse, Platon und Aristoteles:  "das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile". Diese bekannte Aussage wurde schon damals erkenntnistheoretisch und sprachkritisch unterschiedlich diskutiert.

Heute, einhundert Jahre nach diesen richtungsweisenden Erkenntnissen der beiden Strömungen, stellt sich die Frage nach deren Gegenwartsbedeutung in einer globalisierten, digitalen und volatilen Welt.

Termin: 11. Oktober 2022, 18:30 – 20.00 Uhr Ort: Wienbibliothek im Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse, Stiege 6, 1. Stock, 1010 Wien Livestream www.wienerzeitung.at/dialogic

Begrüßung: Anita Eichinger, Direktorin Wienbibliothek; Martin Fleischhacker, Geschäftsführer Wiener Zeitung

Einführung: Elisabeth Nemeth, Institut für Philosophie, Universität Wien, Vize-Präsidentin der Österreichischen Wittgenstein Gesellschaft

Podium: Gerhard Benetka, Sigmund Freud Privat Universität, Wien; Janette Friedrich, Université de Genève, Faculté de psychologie et des sciences de l'éducation; Friedrich Stadler, Institut Wiener Kreis, Universität Wien und Wiener Kreis Gesellschaft

Moderation: Walter Hämmerle, Chefredakteur Wiener Zeitung

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine verbindliche Anmeldung mit Ihrem Namen ist notwendig.